Betrug unter dem Deckmantel der Hilfsbereitschaft: Falsche Handwerker ergaunern sich das Geld einer Rentnerin
Heute ist der 10.07.2026, und ein besonders dreister Vorfall hat die beschauliche Stadt Hennigsdorf in Aufregung versetzt. Zwei Männer, die sich als Handwerker ausgegeben haben, haben nicht nur das Vertrauen einer 72-jährigen Rentnerin erschlichen, sondern auch einen vierstelligen Betrag aus ihrem Konto abgehoben. Man fragt sich, wie solche Machenschaften immer wieder geschehen können und vor allem, wie man sich davor schützen kann.
Am 8. Dezember 2025 klopften die beiden Männer an die Tür der betagten Dame und gaben vor, wegen eines angeblichen Rohrbruchs die Wasserleitungen in ihrer Wohnung überprüfen zu müssen. Mit einem charmanten Lächeln und scheinbar kompetentem Auftreten machten sie sich daran, die Wohnung zu inspizieren. Bad und Küche standen auf ihrer „Kontrollliste“ – dabei ging es ihnen nur darum, die alte Dame in eine Falle zu locken.
Die Machenschaften der falschen Handwerker
Die Rentnerin, die vermutlich auf die Hilfsbereitschaft und die guten Absichten der Männer vertraute, wurde gebeten, eine Gebühr von 4,50 Euro zu entrichten. Wie das so ist, legte sie ihre EC-Karte auf das Lesegerät. Doch als der Vorgang nicht klappte, holte sie kurzerhand eine zweite Karte und gab die zugehörige PIN ein. Einfach unglaublich, was man so alles in einem Moment der Unsicherheit tun kann! In diesem entscheidenden Augenblick wurde eine der Karten von den Männern einbehalten. Und kaum war die Tür hinter ihnen zugefallen, hatten sie sich auch schon mit dem Geld aus dem Staub gemacht. An einem Geldautomaten in Hennigsdorf hoben sie später Bargeld in mittlerer vierstelliger Höhe ab.
Der erste Tatverdächtige wird als etwa 1,70 Meter groß beschrieben, hat einen glattrasierten Kopf und ist südländischer Herkunft. Fließend Deutsch spricht er auch – das macht es für viele Menschen nur umso schwieriger, ihm zu misstrauen. Er trug eine schwarze Steppjacke ohne Aufschrift und eine schwarze Hose. Bei der Geldabhebung kam er in einem dunklen Basecap mit hellem Rand und einer OP-Maske daher. Der zweite Verdächtige ist etwas größer, etwa 1,75 Meter mit stämmiger Statur, dunklen kurzen Haaren und einem dunklen Oberlippenbart. Auch er spricht fließend Deutsch und war in einer schwarzen, bis zu den Knien reichenden Jacke ohne Aufschrift und dunkler Hose unterwegs.
Aufruf zur Mithilfe
Die Kriminalpolizei hat bereits die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Hinweisen zur Identität oder zum Aufenthaltsort der beiden Männer. Wer etwas gesehen oder gehört hat, kann sich unter der Telefonnummer 03301 – 851‑0 oder über das Internet-Hinweisportal an die Polizei wenden. Die Hoffnung ist, dass solch dreiste Machenschaften bald ein Ende haben und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden können.
Solche Vorfälle sind nicht nur aus Hennigsdorf bekannt – immer wieder hören wir von Betrügereien, bei denen sich Menschen als Handwerker, Techniker oder sogar als Behördenvertreter ausgeben. Es ist eine traurige Realität, dass gerade älteren Menschen, die oft auf Hilfe angewiesen sind, so etwas widerfährt. Vielleicht sollten wir alle ein wenig wachsamer sein und im Zweifel lieber einmal mehr nachfragen, bevor wir unsere Türen öffnen.
