In Hennigsdorf, einer Stadt mit einer langen Tradition im Schienenfahrzeugbau, hat Stadler kürzlich eine neue Ära eingeläutet. Am 5. Juni 2026 wurde die erste Halle des neuen Inbetriebnahmezentrums für Züge eröffnet – ein wahrhaft bedeutender Schritt für das Unternehmen und die Region. Mit einer Länge von 183 Metern und drei Gleisen bietet die Halle die perfekten Voraussetzungen für Tests unter realer Fahrleitungsspannung. Das bedeutet: Hier wird nicht nur theoretisch gearbeitet, sondern praktisch erprobt, was die Schiene hergibt.

Das Besondere an dieser Halle? Sie ist die erste Stadler-Halle in Deutschland, die über ihre eigene Oberleitung verfügt. Und das ist nicht einfach nur ein technisches Detail. Dank dieser Innovation können die Züge direkt vor Ort auf Herz und Nieren geprüft werden. Josef Köcher, der Geschäftsführer von Stadler Deutschland, hebt daher die immense Bedeutung des Standorts Hennigsdorf für das europäische Geschäft hervor. Die Halle ermöglicht zudem feste Dacharbeitsstände für Prüfungen – keine lästigen mobilen Bühnen mehr! Auf diese Weise wird die Arbeit nicht nur effektiver, sondern auch sicherer.

Ein Arbeitsplatzmotor für die Region

Im Zuge der Eröffnung entstehen in Hennigsdorf schrittweise 128 neue Arbeitsplätze. Zuvor wurden die Züge in Velten abgenommen, doch dieser Standort wird künftig andere Aufgaben übernehmen. Das klingt nach einer aufregenden Entwicklung, nicht wahr? Und es wird noch besser: Stadler plant, in den nächsten zwei Jahren zwei weitere Hallen im Industriegebiet an der August-Conrad-Straße zu modernisieren. Eine dieser Hallen wird sogar noch in diesem Jahr umgebaut, inklusive einer neuen Krananlage und Büros für 14 Angestellte. Die Zukunft sieht also rosig aus.

Ein weiteres Highlight steht bereits in der Pipeline. Ab 2027 soll eine Halle für die Inbetriebsetzung und Fertigstellung der Fahrzeuge saniert werden. Dazu wird eine 750 Meter lange Gleisanlage mit Oberleitung gebaut. Wenn man das so liest, kribbelt es einem doch in den Fingern, oder? Die Region hat einiges zu bieten, und die Schiene spielt dabei eine zentrale Rolle.

Das Richtfest und die Bedeutung der Bahnindustrie

Ein kleiner Rückblick: Am 1. Juli 2025 feierten die Verantwortlichen bei strahlendem Sommerwetter das Richtfest des neuen Inbetriebnahmezentrums. Bauschaffende, Planer, Vertreter von Behörden und Stadler-Mitarbeiter kamen zusammen, um diesen Moment gebührend zu feiern. Peter Spuler, der Verwaltungsratspräsident der Stadler Group, und Jürgen Graba, Geschäftsleiter der Schienenfahrzeuginbetriebsetzung, hielten die Begrüßungsansprachen. Es war ein Tag voller Hoffnung und Vorfreude auf das, was da kommen wird.

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Aber Hennigsdorf und Stadler sind nicht allein auf diesem Weg. Die gesamte Bahnindustrie in Deutschland hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Der Umsatz hat sich auf 14,4 Milliarden Euro im Jahr 2023 erhöht, und es sind etwa 54.300 Menschen direkt in dieser Branche beschäftigt. Das ist eine beeindruckende Zahl! Innovative Technologien „Made in Germany“ fördern nicht nur die klimaschonende Mobilität, sondern auch digitale Innovationen. Ein echter Beitrag zur nachhaltigen Zukunft!

Die Branche steht jedoch auch vor Herausforderungen. Der Rückgang der Beschäftigtenzahlen um 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass es noch Luft nach oben gibt. Aber mit den Modernisierungsplänen und der Unterstützung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz wird alles daran gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit der Bahnindustrie zu erhalten und auszubauen. Und Hennigsdorf spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Insgesamt zeigt sich, dass die Schiene in Deutschland ein zukunftsträchtiges Feld ist. Innovative Technologien und Investitionen in die Digitalisierung sind die Pfeiler, auf denen die Branche aufbaut. Hennigsdorf wird also nicht nur ein Ort für Züge, sondern ein Ort für Ideen, Fortschritt und eine nachhaltige Zukunft.