Heute ist der 2. Juni 2026, und in Hohen Neuendorf weht ein Hauch von Abschied. Hertha BSC hat sich mit vier Spielerinnen in einem emotionalen Rahmen voneinander verabschiedet. Im letzten Regionalliga-Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena II flossen Tränen, aber auch Lächeln, als Lea Aséko Nkili, Sarah Duszat, Laura Peters und Aaliyah Thomas ihre letzten Runden auf dem Platz drehten. „Das war ein schöner Abschluss, auch wenn es schwerfällt“, hörte man die Fans murmeln, während die Spielerinnen sich bei ihren Anhängern bedankten.

Besonders Aséko Nkili sticht hervor. Sie kam im Sommer 2025 aus dem Nachwuchs des FC Viktoria 1889 zu Hertha und hat sich in der kurzen Zeit für die U17 bewährt. Im April 2023 durfte sie erstmals mit den „Großen“ spielen. Ihre Zeit bei Hertha war geprägt von Entwicklung und dem unerschütterlichen Willen, das Beste aus sich herauszuholen. Sofian Chahed, der Leiter des Frauenfußballs, ließ sich nicht nehmen, den Spielerinnen für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. „Eure Leidenschaft und euer Einsatz werden uns fehlen“, sagte er, als die Spielerinnen sich von ihren Teamkolleginnen verabschiedeten.

Abschied und Neuanfang

Mathilda Brücke und Magdalena Krug, beide ebenfalls mit einem Abschied konfrontiert, hinterlassen ihre Spuren. Brücke, ein echtes Eigengewächs, feierte ihr Debüt am 4. Spieltag und sammelte drei Einsätze mit den „Ersten“. Krug hingegen, die vom U17-Bereich in den Erwachsenenfußball wechselte, hat in 31 Liga- und Pokalpartien wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ihr Ziel: die USA, wo sie eine neue Herausforderung sucht. „Manchmal muss man einfach neue Wege gehen“, sagt sie mit einem Lächeln.

Die anderen Spielerinnen haben ebenfalls ihre Geschichten. Sarah Duszat, die im Sommer 2024 vom SV Blau-Weiss Hohen Neuendorf zu Hertha kam, blieb leider ohne Pflichtspielminute. Eine bittere Pille, die sie, wie viele andere, nun schlucken muss. Laura Peters, die seit Sommer 2023 41 Spiele für die „Alte Dame“ bestritt, konnte sich auch nicht in die Torschützenliste eintragen. Und Aaliyah Thomas, die 21 Mal für Hertha spielte, beendet ihre Karriere ganz und gar. „Ein Highlight war das DFB-Pokal-Spiel gegen den VfL Wolfsburg“, erinnert sich eine Mitspielerin und schüttelt dabei den Kopf. „Es war einfach unvergesslich.“

Ein Blick über den Tellerrand

Während Hertha BSC sich neu aufstellt, gibt es auch andernorts spannende Entwicklungen im Frauenfußball. So hat der FC Chelsea Katie McCabe vom FC Arsenal verpflichtet, was für frischen Wind in der Liga sorgt. Sie wird mit einem Vertrag bis 2029 und der Option auf ein weiteres Jahr in London spielen. Auch die TSG Hoffenheim hat mit Lisa Lichtfus eine neue Torhüterin verpflichtet, die vom Le Havre AC kommt. Der Frauenfußball boomt, und es gibt keine Anzeichen von Stillstand!

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Auf internationaler Ebene hat sich der FC Barcelona mit einem eindrucksvollen 4:0-Sieg gegen OL Lyonnes den Champions-League-Titel gesichert. Währenddessen kämpft FK Austria Wien um den Meistertitel und sicherte sich zuletzt das Double gegen SKN St. Pölten. Die Liga entwickelt sich rasant weiter, und die Spielerinnen sind bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen.