In Berlin hat eine Frau einen neuen inoffiziellen Rekord aufgestellt: Patricia von Podewils-Seiler (45) erhielt nach einem Einkauf bei Ikea einen Kassenbon von beeindruckenden 4,34 Metern Länge. Die Länge des Bons ist nicht nur ein kurioses Phänomen, sondern auch ein Zeichen für den Umfang des Einkaufs, der die Einrichtung von vier Einbauküchen für ein Mehrfamilienhaus umfasste, das sie gemeinsam mit ihrem Mann gebaut hat. Insgesamt kaufte sie 528 Einzelteile, darunter Backöfen, Spülen, Armaturen, Regale, Schränke, Türen und Besteck-Einlagen. An der Kasse wurden vier separate Aufträge erstellt, die schnell gescannt und bezahlt wurden. Interessanterweise wurde der Kassenbon für jedes einzelne Teil gedruckt, was zu der außergewöhnlichen Länge führte, die mit verschiedenen Objekten wie einem kleinen Krokodil, einer Schwarzen Mamba, dem Minutenzeiger von Big Ben und einem Dacia Duster verglichen wurde. Patricia hatte es sogar schwer, den langen Bon ordentlich zusammenzurollen, da er nicht in ihr Portemonnaie passte. Mit diesem bemerkenswerten Einkauf stellte sie den Rekord für den längsten Kassenbon in Berlin auf, der um einen Meter länger war als der zweite Platz. Als Belohnung erhielt sie eine Vespa. Weitere Informationen zu ihrem Einkauf können in der Quelle nachgelesen werden (Bild.de).

Ein Blick auf die Umweltaspekte

Während der Rekord beeindruckend ist, wirft er auch Fragen zur Umweltbilanz von Kassenbons auf. Lange Kassenbons wie der von Patricia können zu Umweltbelastungen führen, da sie viel Papier verbrauchen und oft aus Thermopapier bestehen, das schwer zu entsorgen ist. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes werden in Deutschland jährlich mehrere Milliarden Kassenbons gedruckt, von denen ein Großteil im Müll landet. Der Trend geht zunehmend zu digitalen Kassenbons, kontaktlosem Bezahlen und personalisierten Angeboten per App, um den Einkauf effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. IKEA bietet bereits die Möglichkeit an, Kassenbons digital zu erhalten, um den Papierverbrauch zu reduzieren. Weitere Informationen zu den Umweltaspekten von Kassenbons finden Sie hier (Rathausnachrichten).

Rechtslage und gesundheitliche Risiken

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die rechtliche Regelung zur Belegausgabepflicht, die seit dem 1. Januar 2020 in Deutschland gilt. Diese Regelung wurde eingeführt, um Steuerbetrug zu verhindern. Allerdings bringt die Verwendung von Thermopapier für Kassenbons auch umweltsichtliche Probleme mit sich. Thermopapier enthält Farbentwickler, die gesundheitliche Bedenken aufwerfen können. So ist BPA, das in vielen Thermopapieren verwendet wird, als „besonders besorgniserregender Stoff“ identifiziert und kann die Gesundheit sowie die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Seit dem 2. Januar 2020 dürfen Thermopapiere mit 0,02 Gewichtsprozent oder mehr BPA in der EU nicht mehr verkauft werden. Verbraucher haben derzeit jedoch keine Möglichkeit, zwischen farbentwicklerhaltigen und farbentwicklerfreien Thermopapieren zu unterscheiden. Das Umweltbundesamt empfiehlt, diese Papiere mit Restmüll zu entsorgen, um Risiken durch phenolhaltige Farbentwickler zu vermeiden. Weitere Details dazu finden Sie in der Quelle (Umweltbundesamt).