Bau der Brücke Havelhausen verschiebt sich auf 2027 – Was nun?
Die Brücke über den Oder-Havel-Kanal in Havelhausen hat seit Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Allerdings haben die aktuellen Entwicklungen die ursprünglichen Pläne ganz schön durchgerüttelt. Wie die MAZ berichtet, ist eine Verschiebung der Bauarbeiten auf 2027 nun in trockenen Tüchern. Ursprünglich war vorgesehen, 2026 mit den Arbeiten zu beginnen.
Das Planfeststellungsverfahren, so rechnet man, wird rund zwei Jahre in Anspruch nehmen, wodurch sich die Hoffnung auf einen baldigen Baubeginn zerschlägt. Der früheste Starttermin wird nun auf September 2027 datiert, und die Bauzeit wird voraussichtlich unter Vollsperrung um die neun Monate betragen. Insgesamt soll der Neubau, einschließlich aller sonstigen Arbeiten, etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. Die geschätzten Baukosten liegen bei rund 6,5 Millionen Euro.
Wichtigkeit der Brücke
Die Brücke ist für Pendler von großer Bedeutung, verbindet sie doch Oranienburg mit dem Berliner Ring sowie den Orten Birkenwerder und Velten. Doch der Zustand der bestehenden Brücke ist bedenklich und die Durchfahrtshöhe für Schiffe auf dem Oder-Havel-Kanal ist nicht mehr ausreichend, weswegen ein Neubau unumgänglich ist. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Oder-Havel hat bereits entsprechende Pläne erarbeitet. Ausschlaggebend für die Entscheidung sind auch die Breiten der Geh- und Radwege, die dringend an die modernen Anforderungen angepasst werden müssen, wie die Website von Unser Lehnitz unterstreicht.
Die Berliner Straße wird während der Bauphase, die sich über voraussichtlich neun Monate erstreckt, gesperrt. Um die Verkehrslage zu entlasten, sind Umleitungen über die B96 und A10 vorgesehen. Dabei wird eine Umfahrung über die Saarlandstraße und Lehnitzstraße zur Borgsdorfer Kreuzung eingerichtet. Die Stadt Oranienburg hat bereits betont, wie wichtig es ist, die Baumaßnahmen gut zu koordinieren und hat die Umleitungen mit dem zuständigen Amt abgestimmt.
Weitere Brückenproblematik
Die Stadt Hohen Neuendorf plädiert unterdessen für eine kurze Bauzeit und optimale Umfahrungsmöglichkeiten, insbesondere für Radfahrer. In Oranienburg gibt es zudem weitere baufällige Brücken, und auf der B273 wurde bereits ein Tempo-30-Limit aufgrund des maroden Zustands einer Brücke eingeführt.
Um die umfassenden Informationen über Brückenbauwerke in Deutschland zugänglich zu machen, hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine interaktive Karte zusammengestellt. Diese bietet die Möglichkeit, gezielte Informationen zu allen Brückenbauwerken der Bundesfernstraßen abzurufen. Praktisch für alle, die sich über den Zustand und die geplanten Arbeiten informieren wollen!
Die Notwendigkeit der Instandsetzung und der Neubau in Havelhausen zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, die Infrastruktur im Blick zu behalten. Bleiben wir gespannt, wie sich die Dinge in den kommenden Jahren entwickeln werden.
