In Oranienburg, einer Stadt, die sich in den letzten Jahren zu einem Schmelztiegel neuer Technologien entwickelt hat, wird gerade Großes geplant. Orafol, ein inhabergeführtes Industrieunternehmen und der unangefochtene Weltmarktführer bei selbstklebenden Spezialfolien, hat sich entschieden, in die Zukunft zu investieren. Bis 2030 sollen unglaubliche 235 Millionen Euro in den Ausbau des Stammsitzes fließen. Ja, ihr habt richtig gehört! Ein stattlicher Batzen Geld, der nicht nur die Stadt, sondern auch die gesamte Region aufmischen wird.

Am vergangenen Freitag wurde mit einem feierlichen Akt der Grundstein für „Halle 14“ gelegt – eine hochmoderne Fertigungshalle, die in den nächsten zwei Jahren entstehen soll. Die Zeremonie war nicht nur ein schickes Event für die Presse, sondern auch ein Zeichen dafür, dass hier in Oranienburg etwas Großes auf uns zukommt. Unter den Anwesenden waren Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wirtschaftsministerin Martina Klement, die beide die Wichtigkeit dieser Investition für die Region betonten. Dr. Holger Loclair, der Firmengründer und CEO, ließ keinen Zweifel daran, dass diese Entwicklung nicht nur die Marktposition von Orafol stärken, sondern auch die Schaffung zahlreicher gut dotierter Industriejobs mit sich bringen wird.

Wachstum und Innovation

Orafol ist kein Neuling im Spiel. Das Unternehmen, das nach der Wiedervereinigung aus dem ehemaligen DDR-Betrieb „VEB Spezialfarben Oranienburg“ hervorging, wird mittlerweile von Loclair geleitet, der seit 1987 an der Spitze steht. Unter seiner Ägide hat sich das Unternehmen zu einem global agierenden Konzern entwickelt und ist stolz darauf, als erfolgreichstes industrielles Familienunternehmen Ostdeutschlands zu gelten. Das Produktportfolio umfasst nicht nur selbstklebende Produkte, sondern auch reflektierende Materialien und optische Komponenten – allesamt Produkte, die in der modernen Industrie unverzichtbar sind.

Ein weiterer spannender Punkt ist die geplante „Halle 13“, die größte Werkshalle des Unternehmens, deren Bau ab 2027 angepeilt wird. Hier sollen neue Arbeitsplätze in Forschung und Verfahrenstechnik entstehen. Mit einem klaren Fokus auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter, wie Architekt Hans Joachim Paap hervorhebt – ein Garten und großzügige Räume stehen auf der Agenda. Das wird ein echter Wohlfühlort!

Ökonomische Herausforderungen

Doch während wir hier von Fortschritt und Innovation sprechen, gibt es auch einen anderen Blickwinkel. Die deutsche Wirtschaft befindet sich seit Ende 2023 in einer Krise, die auch vor Ostdeutschland nicht Halt macht. Neue US-Zölle und hohe politische Unsicherheiten belasten die wirtschaftlichen Aktivitäten. In der Gemeinschaftsdiagnose wird darauf hingewiesen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Ostdeutschland im Vorjahr um 0,1% sank – im Vergleich dazu war es in Westdeutschland um 0,3% zurückgegangen. Das klingt nicht gerade nach einem Aufschwung, oder?

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Aber hey, wir haben Orafol! Während die Produktionszahlen in ostdeutschen Flächenländern gesunken sind, gibt es hier dennoch Hoffnung. Die Investitionen könnten dazu führen, dass Oranienburg nicht nur als Standort, sondern auch als globales Technologiezentrum an Bedeutung gewinnt. Und das in einer Zeit, in der die ostdeutsche Wirtschaft in den letzten zehn Jahren immerhin etwas schneller gewachsen ist als die Gesamtwirtschaft in Deutschland – dank starker Dienstleistungszuwächse in Berlin.

Die nächsten Jahre versprechen also viel Spannung. Oranienburg könnte zu einem echten Vorzeigeprojekt werden, das zeigt, wie man auch in schwierigen Zeiten neue Wege beschreiten kann. Vielleicht sehen wir hier bald nicht nur neue Hallen, sondern auch eine neue Ära für die Region. Und das ist, ehrlich gesagt, einfach nur geil!