Heute ist der 28.04.2026, und für die Pendler zwischen Kremmen und Hennigsdorf gibt es Licht am Ende des Tunnels. Nach langer Bauzeit und zahlreichen Umleitungen wird der Prignitz-Express (RE6) ab dem 1. Mai 2026 auf seine gewohnte Stammstrecke zurückkehren. Dieser Zug, der Wittenberge, Prignitz und Neuruppin mit Berlin-Charlottenburg verbindet, hat in den letzten Monaten eine turbulente Zeit durchlebt.
Die Bauarbeiten im Rhinluch bei Kremmen, die seit dem 2. August 2025 laufen, sollen laut aktuellen Informationen bis Ende April 2026 abgeschlossen sein. Ab dem 1. Mai wird der RE6 nicht mehr über Löwenberg und Oranienburg fahren, was die Direktverbindung für viele Pendler erheblich erleichtern wird. Stattdessen wird er wieder die gewohnte Strecke über Neuruppin bedienen, mit Halt in Kremmen und Velten.
Ein Blick auf die Strecke
Der RE6 fährt täglich im Stundentakt und bietet zwischen Neuruppin West und Berlin-Charlottenburg sogar eine doppelte Platzkapazität. Mit ca. 240 Sitzplätzen auf diesem Abschnitt sollten auch zur Hauptverkehrszeit keine großen Platzprobleme entstehen. Die Regionalbahnlinie RB55 wird ebenfalls wieder planmäßig zwischen Kremmen und Hennigsdorf verkehren, was die Verbindung zwischen diesen beiden Orten zusätzlich stärkt.
Die aktuellen Pendelfahrten zwischen Kremmen und Hennigsdorf haben zwar ihre Daseinsberechtigung, jedoch sind sie vor allem eine Übergangslösung. Ab dem 1. Mai wird die Rückkehr des RE6 die Situation für die Fahrgäste deutlich verbessern. Bis zur vollständigen Inbetriebnahme der Strecke nach Berlin-Charlottenburg wird der RE6 voraussichtlich Mitte Juni 2026 fahren.
Herausforderungen und Alternativen
Die Umleitung über Oranienburg war nicht nur eine logistische Herausforderung, sondern wirkte sich auch negativ auf die Fahrgastzahlen aus. Der RE2, der während dieser Zeit über Hennigsdorf nach Cottbus fährt, gilt als unzuverlässig und hat die Situation für viele Pendler nicht erleichtert. Ein weiterer Wermutstropfen ist die RB20, die bis Mitte Juni 2026 ausfällt und somit eine wichtige Verbindung zwischen Oranienburg und Potsdam unterbricht. Für Pendler, die auf diese Strecke angewiesen sind, wird die S-Bahn-Linie S1 als Alternative empfohlen.
Zusätzlich wurde der Flughafenzubringer RB32 bis zum 13. Juni 2026 eingestellt, was die Lage weiter verkompliziert. Die Generalsanierung der Strecke zwischen Berlin und Hamburg, die den RE6 betrifft, sollte ursprünglich Ende April 2026 abgeschlossen sein, hat sich jedoch aufgrund unvorhergesehener Probleme auf den Baustellen bis zum 13. Juni 2026 verlängert.
Während die Bauarbeiten also nun endlich zu Ende gehen, können die Pendler auf bessere Zeiten hoffen. Die Rückkehr des Prignitz-Express wird sicherlich nicht nur den Fahrgästen, sondern auch dem gesamten öffentlichen Nahverkehr in der Region zugutekommen und die Mobilität zwischen Kremmen, Neuruppin und Berlin wieder aufblühen lassen.