Heute ist der 26. Februar 2026, und die Vorbereitungen für die angekündigten Streiks im öffentlichen Nahverkehr laufen bereits auf Hochtouren. Die Gewerkschaft Verdi hat für den Zeitraum von Freitag, dem 27. Februar, um 3 Uhr, bis Sonntag, den 1. März, um 3 Uhr, bundesweite Arbeitsniederlegungen angekündigt. Betroffen sind nicht nur U-Bahnen und Straßenbahnen, sondern auch die meisten Busse in Berlin und Brandenburg. Dies könnte für viele Pendler zu erheblichen Beeinträchtigungen führen.

Für den Landkreis Oberhavel gibt es jedoch einige positive Nachrichten. Wie Sabine Fussan, Sprecherin der Oberhavel-Verkehrsgesellschaft (OVG), mitteilt, werden die meisten Busse in der Region fahren, da die OVG nicht von den Streiks betroffen ist. Das Unternehmen ist nicht Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) und hat daher keine Streikankündigungen zu befürchten. Dennoch könnten einige Buslinien betroffen sein, da sie teilweise von anderen Gesellschaften betrieben werden. Besonders die Linie 825, die Oranienburg mit Bernau verbindet, könnte durch die Barnimer Busgesellschaft (BBG), die vom Streik betroffen ist, Ausfälle erleben.

Hintergrund der Streiks

Die Forderungen von Verdi in den Tarifverhandlungen konzentrieren sich vor allem auf bessere Arbeitsbedingungen. Dazu zählen kürzere Wochenarbeitszeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Das Anliegen ist nicht neu, aber die Verhandlungen stagnieren, wie Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, berichtet. Eine Studie von Verdi und der Klima-Allianz Deutschland zeigt die hohen Belastungen, unter denen die Beschäftigten im Fahrdienst leiden.

Bundesweit sind rund 100.000 Beschäftigte in etwa 150 Verkehrsunternehmen betroffen. Die Streiks in Berlin und Brandenburg sind Teil eines größeren Arbeitskampfes, der auch in anderen Bundesländern und Stadtstaaten wie Hamburg und Bremen stattfindet. Während in Niedersachsen aufgrund einer Friedenspflicht bis Ende März kein Arbeitskampf stattfindet, bereiten sich die Beschäftigten in anderen Regionen auf die angekündigten Streiks vor.

Entwicklungen und mögliche Auswirkungen

Die Auswirkungen der Streiks sind bereits jetzt spürbar. Der erste bundesweite Streiktag am 2. Februar 2026 führte in über 100 Unternehmen zu einem vollständigen Erliegen des Verkehrs für 24 Stunden. Ähnliche Folgen werden auch für die Streiktage am 27. und 28. Februar erwartet. Besonders in Berlin, wo die BVG betroffen ist, wird der Streik mit der Frühschicht beginnen und bis zur Nachtschicht am Sonntag andauern.

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Die OVG hat zwar keine direkten Streikauswirkungen zu befürchten, dennoch könnte es durch einen Partizipationsstreik, bei dem einige OVG-Beschäftigte an einer Kundgebung in Berlin teilnehmen, zu Fahrplanänderungen kommen. Dies könnte vor allem die Express-Buslinie X36 betreffen, die hauptsächlich von der BVG betrieben wird. In der Region Oberhavel bleibt jedoch der Schienenersatzverkehr mit Bussen von den Streiks unberührt.

Die Situation ist angespannt, und die Forderungen der Gewerkschaften finden in der Öffentlichkeit großen Anklang. Die Verhandlungen über höhere Löhne und Gehälter in Brandenburg gestalten sich jedoch schwierig und ziehen sich hin, was die Gewerkschaften zunehmend unter Druck setzt. Weitere Informationen zu den Verhandlungen und den aktuellen Entwicklungen finden Sie auf der Website von Verdi sowie auf der Seite des DGB.

Für die Pendler in Oberhavel bleibt zu hoffen, dass die OVG ihren Fahrbetrieb aufrechterhalten kann, während der Rest des Nahverkehrs unter den Streiks leidet. Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die Lage weiterentwickelt und welche Lösungen gefunden werden, um sowohl den Bedürfnissen der Beschäftigten als auch der Fahrgäste gerecht zu werden.