In der neuesten Folge der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ gab es diesmal eine ganz besondere Überraschung zu bestaunen. Die Verkäuferin Anke aus Menden brachte ein schickes Diamantarmband aus den 1970er-Jahren mit, das sie von ihrer Patentante geerbt hatte. Ein Erbstück, das sie allerdings nie getragen hat – irgendwie schade, oder? Diese schimmernde Blütengirlande aus Brillanten fesselte sofort die Aufmerksamkeit der Expertin Wendela Horz, die das Armband aus 750er-Weißgold eingehend begutachtete. Zu Beginn zeigte sich die Expertin begeistert, aber wie es so oft der Fall ist: die zweite Blick bringt die Wahrheit ans Licht.
Und tatsächlich, bei genauerer Untersuchung stellte Horz fest, dass einige der Diamanten im Armband durch Imitationen ersetzt worden waren. Das war ein ziemlicher Schock für Anke – von einem Wert von 3.000 Euro träumte sie, doch die Expertin schätzte das Schmuckstück auf lediglich 2.300 Euro. Dennoch, die verbliebenen echten Diamanten wogen insgesamt 1,9 Karat. Anke war bereit, das Armband für den geschätzten Preis abzugeben, und das brachte sie vielleicht ein bisschen näher an ihre Erwartungen.
Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann
Im Händlerraum wurde das Armband dann heiß begehrt. Elke Velten, eine der Händlerinnen, erkundigte sich nach der Karatzahl und den Imitaten. Julian Schmitz-Avila, ein weiterer Händler, machte zunächst ein Angebot von 1.500 Euro, aber das schien Anke nicht zu überzeugen. Kurze Zeit später erhöhte er sein Angebot auf 1.800 Euro, und siehe da, Anke war bereit, dieses Angebot anzunehmen. Ein gutes Geschäft, oder? Manchmal muss man einfach das Beste aus der Situation machen!
Aber nicht nur das Diamantarmband war ein Highlight der Sendung. Es gab auch einen Teddybär der Firma Schuco aus den 1950er-Jahren, der für 450 Euro verkauft wurde. Eine Schenkkanne von WMF Kay aus dem Jahr 1906 brachte es auf 570 Euro und ein alter Taschenkalender von 1911 wurde für 200 Euro versteigert. Und für die Liebhaber des Historischen: Ein Steinmosaik, datiert zwischen 1850 und 1880, wechselte für stolze 1.000 Euro den Besitzer. So viel Geschichte und Handwerkstechnik in einem Raum – das ist einfach faszinierend!
Der Wert von Antiquitäten
Doch wie wird der Wert solcher Antiquitäten eigentlich ermittelt? Eine fundierte Wertermittlung ist entscheidend, denn viele Besitzer schätzen den Wert ihrer Stücke oft falsch ein. Faktoren wie Provenienz, Seltenheit, handwerkliche Qualität, Zustand und der aktuelle Sammlerwert spielen eine große Rolle bei der Einschätzung. Der Materialwert allein macht noch lange keine wertvolle Antiquität aus – es kommt auch auf die kunsthistorische Bedeutung und die Fertigungsqualität an. Das erklärt vielleicht, warum Anke anfangs auf 3.000 Euro hoffte. Die DGuSV-Zertifizierung sorgt dafür, dass die Bewertung nach anerkannten wissenschaftlichen Standards erfolgt, was für viele Sammler wichtig ist.
In Süddeutschland, wo das Angebot und die Nachfrage oft regional geprägt sind, kann sich der Wert von Antiquitäten schnell ändern. Das hängt auch mit aktuellen Marktentwicklungen zusammen – was gestern noch wertvoll war, kann morgen schon ganz anders aussehen. Haben Sie ein Stück in der Schublade, das Sie schon lange nicht mehr betrachtet haben? Vielleicht ist es an der Zeit, sich darüber Gedanken zu machen!