In Velten, einer schönen Stadt im Oberhavel, wurde entschieden, wer die nächste Bürgermeisterin sein wird. Manuela Nebel, eine parteilose Kandidatin, hat sich in der Stichwahl durchgesetzt und kann sich über 51,4 Prozent der Stimmen freuen, was 146 Stimmen mehr sind als ihr Mitbewerber Marcel Siegert von der Liste Pro Velten, der 48,6 Prozent erhielt. Die Wahlbeteiligung war mit 49,9 Prozent im Vergleich zu anderen Wahlen eher niedrig, trotzdem schaffte Nebel das nötige Quorum von mindestens 15 Prozent der Stimmen aller 10.719 Wahlberechtigten. RBB24 berichtet, dass …

Mit der Wahl von Nebel wird eine Ära zu Ende gehen: Ines Hübner (SPD), die seit 2010 im Amt war, trat nach zwei Legislaturperioden nicht mehr an. Nebel zeigt sich nach ihrem Sieg erfreut und betont die Notwendigkeit der Zusammenarbeit in der neuen Amtsperiode, die sie mit voller Tatkraft angehen will. Ein wesentliches Anliegen wird die Digitalisierung der Verwaltung sein, wie sie in Interviews bereits angedeutet hat. Nebel selbst ist nicht nur politisch aktiv, sondern erledigte am Wahltag auch noch den Berlin-Marathon und arbeitet derzeit als Kämmerin sowie stellvertretende Bürgermeisterin in der Kremmener Stadtverwaltung. MAZ online berichtet, dass …

Rückblick auf den ersten Wahlgang

<pIm ersten Wahlgang im September hatte Siegert mit 38,8 Prozent die Nase vorn, während Nebel 33,2 Prozent erzielte. Der AfD-Kandidat Marco Schulze konnte mit 17,5 Prozent und Andreas Müller von der CDU mit 10,1 Prozent auch beachtliche Ergebnisse erzielen. Doch die Rundumerneuerung, die die Wähler jetzt in der Stichwahl erhoffen, geht klar zugunsten von Nebel aus. Ihre Unterstützer waren die ganze Zeit über aktiv, wobei Nebel vor der Stichwahl mit ihrem Team zwei Treffen in der Woche einplante, um die Wähler zu mobilisieren.

Die Wahl verlief größtenteils unauffällig, jedoch gab es bei Urnen- und Briefwahl bemerkenswerte Unterschiede. Während Nebel bei der Briefwahl 41,4 Prozent erzielte, kam Siegert nur auf 35 Prozent. Umgekehrt sah es bei der Urnenwahl aus: Hier lag Siegert mit 40,3 Prozent deutlich in Führung, während Nebel nur auf 29,9 Prozent kam. Dieses Spannungsfeld zeigt, wie unterschiedlich die Wählerschaft auf die verschiedenen Wahlmethoden reagiert hat und könnte für künftige Wahlen von Bedeutung sein.

Blick in die Zukunft

Für Nebel stehen nun entscheidende Monate an, in denen sie ihr Team und ihre Agenda zusammenstellen muss. Da wartet viel Arbeit, insbesondere in Bezug auf die Digitalisierung der Verwaltung. Aber auch die Beantwortung der rund 250 Glückwunschnachrichten, die sie nach der Wahl erhalten hat, dürften ihre Zeit in Anspruch nehmen. Auf der anderen Seite plant Siegert, der kurz nach der Wahl etwa 100 Glückwünsche per WhatsApp erhielt, seine politische Karriere nicht aufzugeben und sich um die Mobilisierung seiner Wähler zu kümmern.

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Die Geschehnisse in Velten zeigen eindrucksvoll, wie lebendig die Demokratie vor Ort ist und wie wichtig es ist, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme erheben. Mit Manuela Nebel wird ein frischer Wind in das Rathaus wehen – und wir sind gespannt, was sie für die Stadt Velten erreichen wird.