Winterdienst in Oberhavel: Herausforderungen und technische Entwicklungen
Im Landkreis Oberhavel hat der Winter wieder zugeschlagen. Erneuter Schneefall, Frost und Glätte sorgen dafür, dass die Winterdienste im Dauer-Einsatz sind. Besonders in Oranienburg sind die Mitarbeiter gefordert, um die Straßen und Gehwege von den winterlichen Verhältnissen zu befreien. Andreas Hübsch, der Stadthofleiter von Oranienburg, hebt die hohe Belastung der Mitarbeiter hervor, die trotz der widrigen Bedingungen ihr Bestes geben.
In Oranienburg wurden in dieser Wintersaison bereits 200 Tonnen Streusand sowie 25 Tonnen Auftausalz zur Soleherstellung verbraucht. Um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten, kamen zudem 400 Tonnen Auftausalz zum Einsatz. Besonders bemerkenswert ist, dass der Verbrauch an Streumitteln in dieser Wintersaison deutlich erhöht ist im Vergleich zu den vorherigen Jahren. Im Januar und Februar wurde bereits zusätzlicher Streusand nachbestellt, um den Bedarf zu decken.
Winterdienst im Fokus der Technik
Die Herausforderungen des Winterdienstes sind nicht nur physischer Natur, sondern auch technischer. Die neue Fachveröffentlichung des Fachausschusses Winterdienst, die im September 2025 erschienen ist, thematisiert automatisierte Streustoffdosierungen. Ziel ist es, die Streumenge automatisch an die Fahrbahntemperatur anzupassen. Diese Technik ist zwar seit Jahren verfügbar, wurde jedoch häufig fehlerhaft eingesetzt. Die überarbeitete Fassung der technischen Richtlinien vereinfacht die Steuerung und gibt klare Hinweise zur Anwendung sowie Schulung der Mitarbeiter. So wird eine sichere, effiziente und umweltschonende Glättebekämpfung angestrebt (VKU).
Zusätzlich wird im Herbst 2025 ein neues Merkblatt für den Winterdienst auf Straßen erwartet. Dieses Merkblatt wird umfassende Aktualisierungen des Standes der Technik bringen und auf die verschärften rechtlichen Anforderungen sowie technische Entwicklungen reagieren. Neu ist die verpflichtende Gleichbehandlung verkehrswichtiger Radwege mit dem Straßenwinterdienst, was für eine ganzheitliche Sicherheit im Verkehr sorgt.
Winterdienst und seine Bedeutung
Der Winterdienst auf öffentlichen Straßen und Wegen ist ein zentraler kommunaler Einsatzbereich, der gerade in der kalten Jahreszeit enorm an Bedeutung gewinnt. Räum- und Streuarbeiten müssen vor dem Tagesverkehr abgeschlossen sein, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Fahrzeuge wie Traktoren und Lkw rücken je nach Wetterlage mehrmals täglich aus. Dabei bieten viele Kommunalhändler umfangreiche technische Lösungen an, um den Winterdienst effizient zu gestalten. Dazu gehören neben Schneefräsen auch Streumaschinen und Räumschilde, die einen reibungslosen Ablauf im Winterdienst ermöglichen (BayWa).
In der Stadt Velten sind derzeit acht Mitarbeiter im Winterdienst im Einsatz, unterstützt von fünf Fahrzeugen. Trotz der Herausforderungen, die der Winter mit sich bringt, hat Velten noch 10-12 Tonnen Streugut vorrätig und kann bei Bedarf weiteres beschaffen. Der durchschnittliche Streusandverbrauch in Velten war in früheren Wintern bei etwa 7 Tonnen, dieser Winter hat jedoch bereits einen Verbrauch von 40 Tonnen erreicht. Dies zeigt, wie sehr die aktuellen Wetterbedingungen das normale Maß übersteigen und die Einsatzkräfte an ihre Grenzen bringen.
Die Winterdienstmitarbeiter in Oberhavel und Umgebung leisten also wertvolle Arbeit, um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten. Ihre Anstrengungen sind besonders in der kalten Jahreszeit unverzichtbar, und die technische Weiterentwicklung wird helfen, die Herausforderungen noch besser zu meistern.
