Die Gesundheitsversorgung in Wittstock/Dosse nimmt neue Formen an. Die Neuruppiner Uniklinik wird Betreiber der geplanten Poliklinik, die in der alten Tuchfabrik am Walter-Schulz-Platz errichtet werden soll. Dieses ambitionierte Projekt wird mit insgesamt 24 Millionen Euro vom Land Brandenburg gefördert. Die Baumaßnahmen sollen bis 2030 abgeschlossen sein, wobei die Stadt Wittstock/Dosse einen Eigenanteil von rund 3 Millionen Euro beisteuern wird. In den kommenden Jahren wird die medizinische Versorgung in der Region somit nachhaltig gesichert.

Ein wichtiger Punkt der Umstrukturierung ist, dass der stationäre Betrieb am KMG-Krankenhaus in Wittstock bis spätestens 1. Januar 2027 eingestellt wird. Ab diesem Zeitpunkt wird die Klinik nicht mehr die Voraussetzungen für einen vollstationären Betrieb erfüllen, was durch die Krankenhausreform des Bundes bedingt ist. Die Fachabteilungen Kardiologie und Gastroenterologie werden in die KMG-Klinik nach Pritzwalk verlegt, während die Akut- und Notfallversorgung in Wittstock weiterhin gewährleistet bleibt. Die orthopädisch-chirurgische Praxis wird zudem bestehen bleiben, und eine neue kardiologische Zweigpraxis ist ab dem 1. April 2026 in Planung.

Die neue Poliklinik: Ein Zentrum für Gesundheit

Die neue Poliklinik wird eine Vielzahl von Angeboten unter einem Dach vereinen. Haus- und Fachärzte werden dort zusammenarbeiten, um die Patienten umfassend zu versorgen. Gesundheitsministerin Britta Müller und weitere Vertreter haben den aktuellen Stand der Abstimmungen zur Finanzierung und zum Betrieb der Poliklinik vorgestellt. Für die Förderung der Poliklinik sind im Jahr 2026 insgesamt 12 Millionen Euro eingeplant, was die gezielte Stärkung der ambulanten Infrastruktur in der Region unterstreicht.

Das Brandenburger Gesundheitsministerium verfolgt mit diesem Vorhaben das Ziel, alle Krankenhausstandorte als Orte der regionalen Gesundheitsversorgung zu erhalten. Die Poliklinik-Förderrichtlinie, die kürzlich beschlossen wurde, ermöglicht die Umnutzung und bauliche Anpassung bestehender Gebäude, sodass die medizinische Versorgung in der Region langfristig sichergestellt werden kann. Die positive Konnotation des Begriffs „Poliklinik“ in ostdeutschen Bundesländern steht für Übersichtlichkeit und Verlässlichkeit.

Weitere Entwicklungen in der Region

Während sich die Gesundheitslandschaft in Wittstock wandelt, gibt es auch in anderen Bereichen Neuigkeiten. So bleibt der Radweg im Seetorviertel in Neuruppin aufgrund frostigen Wetters weiterhin gesperrt, was die wichtigste Zufahrt zum Seedamm betrifft. Zudem wird die Begrünung des Seeufers im gesperrten Bereich bis Ende März umgesetzt. In Fehrbellin überrascht das Ristorante Villa Italia seine Gäste an deren Geburtstag mit Musik und Tanz, was die lebendige Gastronomieszene der Region unterstreicht.

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Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist der Erhalt der letzten Videothek in Ostprignitz-Ruppin, die von Bernd Richter (73) betrieben wird. Diese Videothek, die seit 1992 besteht und rund 5000 DVDs umfasst, wird so lange weitergeführt, wie die Fixkosten gedeckt sind. Solche lokalen Initiativen tragen zur kulturellen Vielfalt und zum sozialen Leben in der Region bei.

Insgesamt zeigt sich, dass Ostprignitz-Ruppin vor spannenden Entwicklungen steht, die sowohl die Gesundheitsversorgung als auch das soziale Leben bereichern werden. Die Poliklinik in Wittstock könnte ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen und bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung sein, die der Bevölkerung zugutekommt und die Lebensqualität in der Region verbessert. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Quelle von MAZ, der Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums hier, sowie weiteren Details von Nordkurier.