Am Mittwoch, dem 25. Februar 2026, ereignete sich ein ernstzunehmender Unfall im Wald bei Drewen, nahe der Stadt Kyritz. Ein 56-jähriger Mann wurde während privater Holzarbeiten von einer herabstürzenden Baumkrone getroffen und eingeklemmt. Die erste Meldung lautete „Baum auf Person“. Kurz vor 9:30 Uhr heulten die Sirenen in Kyritz und die Feuerwehr wurde alarmiert. Sechs Einsatzfahrzeuge mit insgesamt 18 Feuerwehrleuten aus Kyritz und den umliegenden Ortsteilen machten sich auf den Weg zum Unfallort.

Zusätzlich zur Feuerwehr waren auch Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Dr. Heidi Seifert, einer Allgemeinmedizinerin aus Kyritz, die ihre Sprechstunde unterbrach, um dem Verletzten zu helfen. Die Bergung gestaltete sich jedoch schwierig: Aufgrund von Nebel und unsicheren Bodenverhältnissen wurde der Einsatz eines Rettungshubschraubers aus Perleberg abgesagt. Die Feuerwehr kümmerte sich um den Verletzten, bis der Rettungsdienst eintraf, und räumte die Wege frei. Die Rettung fand unter herausfordernden Bedingungen statt und dauerte etwa eine halbe Stunde, da die Einsatzfahrzeuge nur schwer bis zum Verletzten vordringen konnten. Ein Notarztwagen blieb im nassen Ackerboden stecken, doch ein Landwirt half mit einem Radlader, den festgefahrenen Wagen zu befreien. Nach ungefähr einer Stunde beendete die Feuerwehr ihren Einsatz, und der Verletzte wurde vor Ort im Rettungswagen behandelt, bevor er in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Herausforderungen im Wald

Unfälle wie der in Kyritz werfen ein Licht auf die speziellen Herausforderungen, die bei Rettungseinsätzen im Wald auftreten können. Waldwege sind in der Regel nicht beschildert, was die Standortbestimmung im Notfall erschwert. Rettungspunkte, die oft an Bänken oder Schildern ausgewiesen sind, könnten hier hilfreich sein. Im Notfall kann die Rettungspunktnummer an die Leitstelle weitergegeben werden, was die Auffindbarkeit erleichtert.

Moderne Smartphones sind ein wichtiges Hilfsmittel. Sie übermitteln bei einem Notruf automatisch die Position des Anrufenden. Henning Brügge-Feldhacke, eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, empfiehlt, das Smartphone als Sicherheits-Backup mitzunehmen, besonders bei Alleingängen. Zudem haben Rettungsdienste oft mit der Herausforderung zu kämpfen, dass Rettungswagen nicht mit Allradantrieb ausgestattet sind, was die Erreichbarkeit der Verletzten zusätzlich erschwert.

Tipps für die Sicherheit im Wald

Um die Sicherheit im Wald zu erhöhen, sollten einige grundlegende Tipps beachtet werden. Es wird empfohlen, in Gruppen von mindestens drei Personen zu wandern und moderne Technik zur Ortung im Notfall zu nutzen. Auch ein kleines Erste-Hilfe-Set kann von großem Nutzen sein. Waldbesucher sollten auf Rettungspunkte achten und gesperrte Wege meiden, um sich nicht zu verirren. Eine gute Vorbereitung und das Wissen um die Rettungspunkte können entscheidend sein, um Rettungskräfte schnell zum richtigen Ort zu bringen.

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Die tragische Situation in Kyritz verdeutlicht die Notwendigkeit von Sicherheitsvorkehrungen und -maßnahmen im Wald. Mitarbeitende von Wald und Holz NRW absolvieren jährlich Notfallübungen und erhalten alle zwei Jahre eine Ersthelfer-Auffrischung, während Beschäftigte Karten mit Rettungspunkten und Hinweisen auf besondere Gefahren erhalten. Solche Maßnahmen könnten künftig dazu beitragen, dass Unfälle schneller und effektiver bearbeitet werden können.

Für weitere Informationen zu den Geschehnissen in Kyritz und den damit verbundenen Herausforderungen, lesen Sie bitte den vollständigen Bericht auf maz-online.de.

Für mehr Hinweise und Tipps zu Sicherheitsvorkehrungen im Wald besuchen Sie wald-und-holz.nrw.de.