Ab Herbst 2026 steht in Eberswalde ein neues Kapitel in der Pflegeausbildung an. An der Hochschule für Gesundheitsfachberufe wird ein Studiengang ins Leben gerufen, der – und das ist das Besondere daran – gleich drei Qualifikationen in einem Rutsch vermittelt. Die Studierenden haben die Möglichkeit, als Pflegekraft abzuschließen, einen Bachelor of Science zu erwerben und eine Heilkunde-Befähigung zu erlangen. Das ist doch mal ein Rundum-Paket, oder?

In Kooperation mit der Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG) wird dieses duale Studium angeboten. Es eröffnet den Absolventen nicht nur spannende Karrierewege, sondern auch die Chance auf mehr Verantwortung in der Pflege. Wer einen Bachelorabschluss hat, darf künftig Aufgaben übernehmen, die bis jetzt Ärzten vorbehalten waren. Das bedeutet konkret: chronische Wunden behandeln, Medikamente für Diabetiker verordnen und Therapien für Demenzerkrankte durchführen. Ein echter Fortschritt, der zeigt, dass die Pflegeberufe immer wichtiger werden.

Ausbildung mit Perspektive

Die Dauer des Studiums? Vier Jahre. Und die finanzielle Unterstützung sieht auch gut aus: Die GLG zahlt eine Ausbildungsvergütung von knapp 1.400 Euro pro Monat und übernimmt die Studiengebühren von rund 500 Euro. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein, oder? Doch es wird noch besser – jeder Absolvent erhält eine Jobgarantie von der GLG. In einer Zeit, in der die Pflegebranche boomt, ist das eine sehr willkommene Sicherheit.

Brandenburg hat aktuell eine große Herausforderung in der Pflege. Über 214.000 Menschen sind pflegebedürftig, und im Landkreis Barnim hat fast jeder zehnte Mensch diesen Bedarf. Da ist es umso wichtiger, neue Wege in der Ausbildung zu beschreiten. Die Analyse der Pflegestatistik, veröffentlicht im Jahr 2025, macht deutlich, wie dringend qualifizierte Fachkräfte benötigt werden.

Die Entwicklung der Pflegeausbildung

Die Pflegeausbildung hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Seit 2020 ist die Ausbildung nach dem Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) von 2017 möglich. Die neue Struktur vereint zuvor getrennte Ausbildungen: Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger sowie Altenpfleger werden nun zu Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern zusammengeführt. Diese Reform ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre und findet nicht nur an Pflegeschulen, sondern auch in Krankenhäusern sowie stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen statt. Im Jahr 2022 wurden etwa 52.100 neue Ausbildungsverträge geschlossen, wobei 74 Prozent von Frauen unterschrieben wurden. Das zeigt, dass die Pflegebranche insbesondere für Frauen attraktiv ist – insgesamt waren 143.100 Personen in der Ausbildung, wobei der Frauenanteil bei 76 Prozent lag.

Die Herausforderungen der Pflege sind groß, aber die neuen Ausbildungswege zeigen, dass es Hoffnung gibt. Mit einem frischen Wind in der Ausbildung und einer breiteren Verantwortung für Pflegekräfte wird die Zukunft der Pflege hoffentlich ein Stück heller.