Heute ist der 9. Mai 2026, und wie es immer so ist, gibt es auch an diesem Tag einiges zu feiern und nachzudenken. Denn nicht nur die Sonne scheint über Rheinsberg, sondern auch die Gedanken an historische Ereignisse und bedeutende Persönlichkeiten. Zum Namenstag heute gratulieren wir den Adalgar, Beatus, Theresia und Volkmar – allesamt Namen, die in der Geschichte ihre Spuren hinterlassen haben. Aber was ist sonst noch so passiert an diesem Datum?
Ein Blick zurück in die Annalen der Geschichte zeigt, dass der 9. Mai in der Vergangenheit mit vielen Ereignissen gefüllt war. Im Jahr 2006 wurde der „Kannibale von Rotenburg“ vom Frankfurter Landgericht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Urteil, das der Bundesgerichtshof ein Jahr später bestätigte. Ein dunkler Moment in der deutschen Kriminalgeschichte, der uns daran erinnert, wie weit menschliche Abgründe reichen können.
Ein Tag voller Geburtstage
Auf der helleren Seite des Kalenders stehen heute auch einige bemerkenswerte Geburtstagskinder. Die charmante Nazan Eckes wird 50 Jahre alt und begeistert seit Jahren als TV-Moderatorin, unter anderem bei „Let’s Dance“. Juergen Boos, ein Schwergewicht der Medienlandschaft und Direktor der Frankfurter Buchmesse, feiert seinen 65. Geburtstag. Und auch Drafi Deutscher, der mit seinem Hit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ unsterblich wurde, hätte heute seinen 80. Geburtstag gefeiert, wäre er nicht 2006 von uns gegangen. Matthias Langhoff, ein echter Theaterprofi, wird 85 und hat das Bühnenbild mit seiner Regiearbeit geprägt.
Ein wenig nachdenklich stimmt der Todestag von Margot Friedländer, die 2025 verstarb. Die Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin hat mit ihrem Leben und ihren Geschichten unzählige Menschen berührt und erinnert uns daran, dass wir die Vergangenheit niemals vergessen sollten. Sie wurde 1921 geboren und war bis zu ihrem Tod eine kämpferische Stimme für die Wahrheit und Gerechtigkeit.
Historische Schatten
Ein Blick auf die 70er Jahre wirft erneut Fragen auf. 1976 wurde die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof tot im Hochsicherheitsgefängnis Stuttgart-Stammheim aufgefunden. Laut den Untersuchungen erhängte sie sich. Die Geschichte der RAF ist von Gewalt und Widerstand geprägt. Es war eine Zeit, als die Studentenbewegung in Deutschland an Fahrt gewann und militante Gruppen, wie die von Andreas Baader und Gudrun Ensslin, die Grenzen des Erlaubten überschritten. Sie waren bereit, für ihre Ideale zu kämpfen, und das führte zu einem blutigen Konflikt, der die Gesellschaft erschütterte.
Die terroristischen Aktionen, die folgten, veränderten das Bild Deutschlands für viele Jahre. Die Medien berichteten über eine „Baader-Meinhof-Bande“, deren Taten immer wieder für Schlagzeilen sorgten. Bombenanschläge, Überfälle auf Banken und die Entführung von führenden Persönlichkeiten waren an der Tagesordnung. Es war eine Zeit des Umbruchs und der Unsicherheit.
So begegnen wir am 9. Mai nicht nur den Feierlichkeiten, sondern auch den schweren Fragen der Geschichte. Ein Tag, der uns an die Vielfalt menschlicher Erfahrungen erinnert – von der Freude über Geburtstage bis hin zu den Schatten der Vergangenheit, die uns zur Reflexion einladen. Rheinsberg, mit all seinen Geschichten, bleibt ein Ort, an dem die Vergangenheit lebendig ist und die Zukunft noch geschrieben werden muss.