Das alte Kino ist zurück! Am 31. Dezember 2025 erwartet uns im Gropius Bau ein ganz besonderes Filmereignis: die Wiedervorführung von „Freak Orlando“, einem Meisterwerk der Regisseurin und Künstlerin Ulrike Ottinger. Diese filmische Perle aus dem Jahr 1981 ist nicht nur ein visuelles Spektakel, sondern auch ein tiefgründiger Kommentar zu Themen wie Machtgier und gesellschaftliche Außenseiter. „Freak Orlando“ wird in Zusammenarbeit mit dem Schwulen Museum präsentiert und bietet den Zuschauern die Möglichkeit, die Vielfalt des Lebens und die Absurditäten des Alltags durch eine einzigartige Linse zu erleben. Darüber hinaus wird Ottinger selbst anwesend sein und somit die Verbindung zwischen ihrem Werk und dem Publikum stärken. Berlin.de berichtet, dass die Filmvorführung im Cinema im Untergeschoss des Gropius Bau stattfinden wird.

Bei „Freak Orlando“ handelt es sich um eine episodische Erzählung, die sich über verschiedene Epochen erstreckt: von der mythologischen Vorzeit bis ins 20. Jahrhundert. Die Hauptfigur, Orlando, reist durch die Zeit und erlebt bizarre Situationen, die vor allem Außenseiter und deren Herausforderungen thematisieren. Die fünf Episoden des Films beleuchten Irrtümer, Inkompetenz und die Grausamkeiten des Alltags auf satirische Weise. Der Film ist eine Adaption von Virginia Woolfs „Orlando: A Biography“ und besticht durch seine exzentrische Erzählstruktur und beeindruckende künstlerische Inszenierung. Die Filmlänge beträgt 128 Minuten, in denen die Zuschauer auf eine surreale Reise mitgenommen werden. Wikipedia liefert dazu interessante Hintergrundinformationen.

Künstlerisches Erbe und Frauen in der Filmindustrie

Ulrike Ottinger, die nicht nur für die Regie, sondern auch für das Drehbuch und die Kamera verantwortlich war, hat sich in ihrer Karriere immer wieder als Pionierin des weiblichen Blicks in der Filmkunst hervorgetan. So war sie beispielsweise nicht nur als Filmemacherin aktiv, sondern hat auch an vielen ihrer Filme als Cutterin und Produzentin mitgewirkt. Ihre Arbeiten reflektieren eine Zeit, in der Frauen in der Filmindustrie oft an den Rand gedrängt wurden. Das Filmmuseum Düsseldorf hebt hervor, dass es bis heute nur drei weibliche Regisseurinnen gab, die einen Academy Award für die beste Regie erhalten haben, und dies erst seit 2010. Es ist daher besonders wichtig, Frauen wie Ottinger in den Vordergrund zu stellen. Düsseldorf eMuseum verstärkt den Blick auf diese Thematik und bietet wertvolle Einblicke in das Werk und Wirken von Frauen in der Filmkunst.

Besuchen Sie das Gropius Bau und lassen Sie sich von „Freak Orlando“ mitreißen – ein Film, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt und die Fragen unserer Zeit thematisiert. Ein echtes Highlight des kulturellen Kalenders, das man sich nicht entgehen lassen sollte!