Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz nimmt Arbeit auf
Am 13. Februar 2026 ist es endlich so weit: Die Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz hat ihre Arbeit offiziell aufgenommen. In einer feierlichen Ankündigung in Berlin, durchgeführt von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, wurde der Beginn dieser bedeutenden kulturellen Initiative verkündet. Ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung des Umzugs der Archivalien aus dem Hausarchiv der Hohenzollern zum Geheimen Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz steht nun an. Diese Stiftung, die im Mai 2025 gegründet wurde, stellt einen Wendepunkt dar, da sie die Beendigung eines rund 100 Jahre währenden Streits über tausende Kunstschätze der Hohenzollern markiert.
Der Streit um die Kunstschätze wurde durch eine Vereinbarung zwischen den Nachfahren des letzten deutschen Kaisers und der öffentlichen Hand gelöst. In diesem Rahmen werden über 3.600 Kunst- und Sammlungsgegenstände in die Stiftung überführt, die sich der Bewahrung, Zugänglichmachung und Erforschung kunsthistorisch bedeutender Objekte verschrieben hat. Der Stiftungsrat hat bereits seine erste Sitzung abgehalten, um die künftige Zusammenarbeit zu besprechen.
Struktur und Mitglieder der Stiftung
Der Stiftungsrat setzt sich aus Vertretern der öffentlichen Hand sowie den Hohenzollern zusammen. Sechs Mitglieder stammen von Bund, Brandenburg und Berlin, während drei Vertreter aus dem Haus Hohenzollern den Rat ergänzen. Der Vorsitz der Stiftung wird derzeit von Konrad Schmidt-Werthern, dem Amtschef des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), geleitet. Diese Struktur soll sicherstellen, dass sowohl die kulturellen als auch die historischen Aspekte des Erbes der Hohenzollern angemessen berücksichtigt werden.
Die erste Sitzung des Stiftungsrats fand am 9. Februar 2026 statt und brachte wichtige Themen auf die Agenda, darunter die künftige Zusammenarbeit und die Überführung weiterer Archivalien aus dem Hausarchiv in das Geheime Staatsarchiv. Auch die Mitgliedschaft im Stiftungsrat ist prominent besetzt: Neben Schmidt-Werthern gehören Sarah Wedl-Wilson, die Berliner Kultursenatorin, und Tobias Dünow, der Brandenburger Kulturstaatssekretär, zu den Teilnehmern. Georg Friedrich Prinz von Preußen fungiert als stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender.
Ziele der Stiftung
Die Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz verfolgt das Ziel, die bedeutenden Sammlungsgegenstände nicht nur zu bewahren, sondern sie auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und wissenschaftlich zu erforschen. Dies ist nicht nur für die Kunstgeschichte von Bedeutung, sondern trägt auch zur gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der preußischen und deutschen Geschichte bei. Die Organe der Stiftung bestehen aus dem Stiftungsrat und dem Vorstand, der die Geschäfte führt und aus leitenden Mitgliedern bedeutender Kultureinrichtungen zusammengesetzt ist.
Insgesamt wird die Stiftung als eine bedeutende kulturelle Initiative angesehen, die nicht nur das Erbe der Hohenzollern bewahrt, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur deutschen Kultur und Geschichte leistet. Mit dem Beginn ihrer Arbeit wird ein neues Kapitel in der Beziehung zwischen der öffentlichen Hand und dem Haus Hohenzollern aufgeschlagen, das sowohl für die Wissenschaft als auch für die Gesellschaft von Bedeutung ist.
Weitere Informationen zu dieser Thematik finden Sie in den Artikeln auf Deutschlandfunk Kultur, Bundesregierung und Kulturstaatsminister.de.
