Die Regionalmarkthalle in Wittenberge, die seit knapp vier Jahren von Tobias Spill betrieben wird, hat sich zu einem beliebten Anlaufpunkt für Liebhaber regionaler Lebensmittel entwickelt. An der Adresse Krausestraße 11 bietet die Markthalle eine breite Palette an Produkten, welche von 20 regionalen Erzeugern aus einem Umkreis von 50 Kilometern stammen. Dazu zählen unter anderem Nudeln und Backwaren von Myriam Bodin, Met aus Bad Wilsnack und Gin aus Groß Pankow. Neu im Sortiment ist eine Käsetheke mit Käse in Demeter-Qualität, die Spill vom geschlossenen Reformhaus in Wittenberge übernommen hat. Auch ausgefallene Käsesorten wie Pesto- und Gewürzgurkenkäse sind erhältlich. Zudem wurde Rindfleisch aus Losenrade ins Sortiment aufgenommen, während der Unverpacktbereich aufgrund geringer Nachfrage eingestellt wird.

Die Öffnungszeiten der Regionalmarkthalle sind von Donnerstag bis Samstag, jeweils von 9 bis 17 Uhr. Spill plant nun, einen Gastrobereich mit etwa zwölf Plätzen einzurichten, um die Attraktivität der Markthalle weiter zu steigern. In Gesprächen mit der Stadt befindet er sich bereits, um die notwendigen Genehmigungen für die Umbauarbeiten zu erhalten. Zudem hofft Spill, durch die anstehende Landesgartenschau in Wittenberge, die am 21. April 2027 beginnt und den Clara-Zetkin-Park umfasst, mehr Aufmerksamkeit für die Regionalmarkthalle und die Elblandmosterei zu gewinnen. Geplant sind auch zwei große Fensteröffnungen in Richtung des Parks, um Besucher im Freien bedienen zu können.

Ein Ort der regionalen Vielfalt

Die Regionalmarkthalle bietet insgesamt 300 verschiedene Produkte, darunter Obst, Gemüse, Eier, Wurst, Käse, Biere und Limonaden. Frank Wenzel aus Wittenberge ist mit seinem Kaffee in der Markthalle vertreten und trägt zur Vielfalt des Angebots bei. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann und Dr. Heike Ellner, Leiterin des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, haben Spill zur Eröffnung gratuliert und den Trend zu regionalen Produkten hervorgehoben.

Spill führt seit 2017 auch die Elblandmosterei auf dem Gelände und hat die Regionalmarkthalle fünf Jahre später eröffnet. Ab dem 12. August beginnt die Saison zum Mosten von Obst, wo Prignitzer ihre selbst geernteten Äpfel, Birnen und Quitten zu Saft verarbeiten lassen können. Spill möchte den Hofladen weiter voranbringen, der bisher vorrangig ein Stammkundengeschäft ist.

Nachhaltige Ernährungssysteme vor Ort

Die Entwicklung der Regionalmarkthalle ist Teil einer größeren Bewegung hin zu einer nachhaltigeren Ernährung in Deutschland. Erfolgreiche Initiativen im Bereich der regionalen Lebensmittelversorgung basieren häufig auf Netzwerken von Akteuren aus verschiedenen Bereichen. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich in diese Initiativen einzubringen. In vielen Städten und Regionen existieren Ernährungsräte, die sich aus Personen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Bildung und Politik zusammensetzen. Ihr Ziel ist es, das Ernährungssystem vor Ort nachhaltiger zu gestalten.

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Ein weiteres Beispiel für die Förderung der regionalen Wirtschaft sind Regionalwert-AGs. Diese geben regelmäßig Aktien an Privatpersonen aus, um Investitionen in regionale Betriebe aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Gastronomie zu ermöglichen. Der Gewinn für Aktieninhaberinnen und -inhaber ist dabei weniger monetär, sondern trägt vielmehr zu einem sozial-ökologischen Beitrag für die Region bei. So zeigt die Entwicklung der Regionalmarkthalle in Wittenberge, wie regionale Wertschöpfungsräume geschaffen und erhalten werden können.

Für weitere Informationen über die Regionalmarkthalle in Wittenberge und deren Angebote, finden Sie hier die vollständige Quelle: MAZ Online und Wittenberge.de.