In der Welt des Basketballs gibt es Geschichten, die nicht nur von sportlichen Erfolgen erzählen, sondern auch von persönlichen Kämpfen und Überwindungen. Eine solche Geschichte ist die von Gordon Herbert, dem ehemaligen Bundestrainer, der die deutsche Basketball-Nationalmannschaft 2023 zum WM-Titel führte. Doch der Weg dorthin war für den 67-jährigen Kanadier alles andere als leicht.
Herbert litt im vergangenen Jahr an schweren gesundheitlichen Problemen, die ihn stark belasteten. Eine Herzmuskelentzündung, auch bekannt als Myokarditis, stellte sich als eine der größten Herausforderungen heraus. Diese Erkrankung kann, wie die Hintergrundinformationen zeigen, im Rahmen einer Covid-19-Erkrankung auftreten, wenn auch selten. Während der Pandemie stieg die Anzahl der Myokarditis-Fälle von 8 auf 150 bis 160 pro 100.000 Menschen – ein beunruhigender Anstieg.
Ein Kampf um die Gesundheit
Herbert selbst berichtet von den Herausforderungen, die ihm diese Krankheit brachte. Während seiner Tätigkeit als Chefcoach des FC Bayern litt er unter den Folgen einer Covid-Infektion. Die Symptome, die er erlebte, waren gravierend: Er hatte einen zusätzlichen Herzschlag und musste oft mit einer Atemschutzmaske coachen. Über einen Zeitraum von zwei Wochen war er fast vollständig ans Bett gefesselt und benötigte bis zu 17 Stunden Schlaf pro Tag. Diese Zeit war nicht nur körperlich, sondern auch emotional sehr belastend.
Die Diagnose kam nicht von ungefähr; bei Herbert wurde festgestellt, dass zwei seiner Herzklappen sich nicht richtig schlossen. In einem Interview äußerte er sich zu den Gefahren von Covid und betonte, dass er seine Arbeit als Trainer oft über seine eigene Gesundheit stellte, was schließlich seinen Preis forderte. Die Symptome einer Myokarditis, zu denen Brustschmerzen und Atemnot bei Belastung gehören, sollten ernst genommen werden, insbesondere bei Sportlern.
Die Rückkehr und neue Herausforderungen
Nach seiner Genesung kehrte Herbert nach drei Wochen zum Coaching zurück, bevor die Bayern entschieden, die Trainerposition zu verändern. Die Ärzte gaben ihm jedoch positive Nachrichten: Sein Herz sei so robust wie das eines 40-Jährigen. Dies ist nicht nur eine Erleichterung für ihn persönlich, sondern auch ein Zeichen dafür, dass er bereit ist, neue Herausforderungen anzunehmen. Im Juli wird Herbert seine Arbeit als Nationaltrainer Kanadas aufnehmen und somit eine neue Etappe in seiner Karriere starten.
Die Myokarditis ist ein wichtiges Thema, das nicht nur Gordon Herbert betrifft, sondern viele Menschen, die eine Covid-19-Infektion durchgemacht haben. Die Empfehlungen der Amerikanischen Kardiologenvereinigung besagen, dass bei Symptomen wie Brustschmerzen oder Atemnot dringend EKG- und Blutuntersuchungen erfolgen sollten. Unentdeckte Myokarditis kann gravierende Folgen haben und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Die Geschichte von Gordon Herbert zeigt, wie wichtig es ist, auf die eigene Gesundheit zu achten und die Signale des Körpers ernst zu nehmen. Der Weg zurück zur Gesundheit kann steinig sein, doch mit der richtigen Unterstützung und einem starken Willen ist er auch möglich.