Hochwasserwarnungen in Frankfurt (Oder) und Prignitz: Aktuelle Entwicklungen und Informationen
In der letzten Zeit sorgten die Wasserstände der Flüsse in Frankfurt (Oder) und der Prignitz für Aufregung. Nach einer Hochwasserwarnung ist der Pegelstand der Oder gesunken. Gegen Mittag des 13. Februar 2026 lag der Pegelstand bei unter 3,30 Metern, nachdem er am Donnerstag noch über vier Metern lag. Der Anstieg des Wasserstands war durch Verschiebungen von Eisplatten auf dem Fluss verursacht worden. Das Landesamt für Umwelt (LfU) hatte bereits am Mittwochabend eine Hochwasserwarnung für Frankfurt (Oder) ausgegeben. Alarmstufe 1, die bei 4,20 Metern liegt, wurde jedoch nicht erreicht.
In der Prignitz gab es hingegen eine andere Situation: Die Dömnitz überschritt am Freitag die Alarmstufe 2. Zwischenzeitlich lag der Wasserstand der Dömnitz bei 2,04 Metern, sank jedoch im Laufe des Tages wieder. Gegen Mittag meldete das LfU einen Pegelstand an der Messstelle Hainholz von 1,85 Metern. Hochwasser-Alarmstufe 1 bedeutet beginnende Überflutung von Auen und ufernahen Wiesen, jedoch keine Gefahr für Anwohner.
Hochwasserinformation in Deutschland
Für die Bevölkerung ist es wichtig, über solche Hochwasserereignisse informiert zu sein. Das länderübergreifende Hochwasserportal (LHP) wird von den deutschen Bundesländern betrieben und stellt aktuelle Daten zu Hochwassermeldepegeln, Kurzinformationen zur Situation, Hochwasser-Warnungen und ausführliche Berichte zur Verfügung. Weitere Pegeldaten stammen von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) sowie den zuständigen Behörden der Nachbarländer. Die Einstufung eines Pegels als „Pegel mit Hochwasser“ hängt von den Festlegungen des jeweiligen Bundeslandes ab, wobei bei Pegeln, die zwei Bundesländer bedienen, der niedrigere Schwellenwert berücksichtigt wird.
Die Hochwasser-Situationen werden in verschiedene Kategorien eingeteilt: von kleinem Hochwasser bis hin zu sehr großem Hochwasser. Hochwasser-Warnungen können für spezifische Flussgebiete, Flussabschnitte oder Verwaltungsbezirke ausgegeben werden. Für interessierte Bürger gibt es die amtliche App „Meine Pegel“, die Informationen zu rund 3000 Pegeln in Deutschland bietet und Push-Mitteilungen bei Wasserstand- oder Abflussänderungen sowie Hochwasser-Warnungen ermöglicht.
Einordnung der Hochwasserereignisse
Hochwasserereignisse sind ein wichtiges Thema in Deutschland, da sie stärker im öffentlichen Bewusstsein sind als mittlere Abfluss-Schwankungen. Eine Zeitreihe seit 1961 zeigt, dass die unterschiedlichen Ausprägungen von Hochwasserereignissen variieren. Hochwassertage sind definiert als Tage mit einem mittleren Tagesabfluss über dem mittleren Hochwasserabfluss (MHQ) der Referenzperiode 1961–1990. Diese Hochwasserereignisse können durch regionale Witterungskonstellationen wie mehrtägige Regenfälle oder Starkregen ausgelöst werden, besonders im Sommer. Im Winter hingegen sind anhaltende Niederschläge oder Tauwetter häufige Ursachen.
In den letzten Jahrzehnten gab es einige bedeutende Hochwasserereignisse in Deutschland, wie etwa 2002 im Elbe- und Donaugebiet oder die katastrophalen Überflutungen im Juli 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Trotz der Variabilität der atmosphärischen Bedingungen ist klar, dass die zunehmende Versiegelung, Bodenverdichtung und Begrenzungen natürlicher Überflutungsflächen das Hochwassergeschehen beeinflussen. Auch wenn einzelne Hochwasserereignisse nicht direkt mit dem Klimawandel erklärt werden können, zeigen sich in der Forschung Zusammenhänge, die auf zukünftige Herausforderungen hinweisen.
Für detaillierte Informationen und aktuelle Warnungen sind die Internetangebote der jeweiligen Bundesländer und das Hochwasserportal wertvolle Quellen. So bleibt die Bevölkerung stets informiert und kann angemessen auf Hochwasserereignisse reagieren.
