Heute ist der 7. Mai 2026 und in der malerischen Prignitz, wo die Wälder in sattem Grün erstrahlen, ist es wieder einmal Zeit für die Bekämpfung des gefürchteten Eichenprozessionsspinners (EPS). Ab dem 21. Mai wird der Landkreis Prignitz flächendeckend gegen diesen Schädling vorgehen – und das sogar aus der Luft! Die ersten Maßnahmen entlang der Landesstraßen haben bereits am 11. Mai begonnen. Diesmal ist die Aktion besonders umfangreich, da Experten mit einer großen EPS-Population rechnen. Das klingt fast wie aus einem Abenteuerfilm, oder?
Man hat 39 Hubschrauberflüge eingeplant, die in Legde, Eldenburg und Reetz starten werden. Mehr als 600 Hektar Fläche sollen aus der Luft behandelt werden, insbesondere in den Ämtern Bad Wilsnack/Weisen und Lenzen-Elbtalaue. Zusätzlich gibt es auch eine Bodenbehandlung über 267 Hektar – ein wahrhaft umfangreiches Unterfangen! Das biologische Mittel „Foray ES“, das aufgrund seiner Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit eingesetzt wird, soll helfen, die schädlichen Raupen zu bekämpfen. Man kann nur hoffen, dass es wirkt!
Die Gefahren des Eichenprozessionsspinners
Diese kleinen Schädlinge sind nicht einfach nur ein Ärgernis. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben Brennhaare, die bei Kontakt mit Menschen und Tieren Juckreiz und Hautentzündungen verursachen können. Ein echtes Ungeziefer! Und das nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur. Die Bekämpfung muss in einem engen Zeitfenster erfolgen, während die Larven noch im frühen Stadium sind. Das Timing ist also alles. Komischerweise wurde eine Bekämpfung per Drohne als zu teuer und ungeeignet für größere Flächen abgelehnt. Dennoch sind punktuelle Einsätze denkbar. Irgendwie bleibt der Schädling ein hartnäckiger Gegner.
Eine koordinierte Aktion mit verschiedenen Landesbehörden ist in vollem Gange, um alle befallenen Flächen zu erfassen. Dabei ist es faszinierend zu sehen, wie Technik und Natur aufeinandertreffen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Aber was ist mit den Kommunen, die vor Jahren schon gegen den EPS kämpften? Im Jahr 2020 haben 221 Kommunen über 20.000 Eichen mit Bioziden behandelt. Wahnsinn, oder? Spitzenreiter war Schweinfurt mit 1.291 gespritzten Bäumen, gefolgt von Donauwörth und Rosenheim. Es zeigt, wie ernst die Lage ist.
Ein Blick auf die Biozide
Die verwendeten Biozide sind ebenfalls nicht ohne: „Neem Protect“ und „Foray ES“ sind die Hauptakteure im Kampf gegen die Raupen. Während Neem Protect eine hohe aquatische Toxizität aufweist, wirkt Foray ES gezielt gegen Raupen und führt zur Darmperforation. Das klingt alles andere als harmlos. Und dennoch, Biozide sind die letzte Maßnahme. Mechanische Beseitigung und das Absperren der befallenen Bereiche sollten immer Vorrang haben. Ein bisschen nachdenken über die Natur wäre manchmal nicht schlecht.
Die Bekämpfung ist ein Balanceakt. Einerseits müssen die Eichen geschützt werden, die Lebensraum für über 2.000 Arten bieten, darunter auch hübsche Insekten wie der Braune und der Blaue Eichen-Zipfelfalter. Andererseits sind alte Eichen wahre Schätze für Insektenfressende Vögel und Fledermäuse, die in Städten weniger Nahrung finden.
Ein bisschen Hoffnung gibt es jedoch: Einige Kommunen haben sich der BUND-Kampagne „Pestizidfreie Kommune“ angeschlossen. Städte wie Fürth und die Gemeinde Uttenreuth setzen auf alternative Methoden. Vielleicht liegt hier die Zukunft der Bekämpfung – ohne den Einsatz von chemischen Mitteln. Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickeln wird. Ein bisschen mehr Natürlichkeit in der Bekämpfung könnte uns allen guttun!