In Groß Pankow tut sich etwas Spannendes: Die ehemaligen Räumlichkeiten des Ocumed-Gästehauses sollen künftig als „Kulturakademie Prignitz“ dienen. Der Förderverein, der eigens dazu gegründet wurde, hat das Ziel, einen kulturellen Begegnungsort in Norddeutschland zu schaffen, ähnlich wie bestehende Musikakademien im Süden, erzählt Clemens Seemann, der Initiator des Projekts und erste Vorsitzende des Vereins. Bereits seit Oktober 2024 steht die Augentagesklinik leer, nachdem sie nach Wittenberge umgezogen ist, und nun bietet sich die Chance, das Gästehaus mit seinen 17 Zimmern und 35 Betten umzugestalten.

Hinter der Initiative steht die Überzeugung, dass in der Region großes Potenzial für kulturelle Veranstaltungen liegt. So haben im vergangenen Jahr bereits Ensembles im Ocumed-Gästehaus übernachtet, bevor sie Auftritte auf der „kultur.farm“ absolvierten. Unterstützt wird das Vorhaben auch von Bernhard von Barsewisch, dem Gründer der Augentagesklinik, der die dauerhafte Nutzung des Gästehauses für kulturelle Zwecke befürwortet.

Vielfältiges Kulturangebot

Die Kulturakademie soll jedoch nicht nur auf Musik beschränkt sein. Seemann hat große Pläne: Auch Erwachsenenbildung und Workshops werden Teil des Programms sein. Um das Konzept auf die Beine zu stellen, wird zunächst ein Pilotjahr eingeplant. In dieser Phase sollen verschiedene Ensembles sowie Schulklassen eingeladen werden, um erste Erfahrungen zu sammeln. Die Pilotphase ist auf zwei Jahre angelegt, danach wird eine offizielle Gründung der Akademie angestrebt.

Für das Projekt wurde auch ein leerstehendes Landgasthaus am Steindamm 24 ins Auge gefasst. Seemann und seine Frau haben das Gasthaus bereits gekauft, um es für die Dorfgemeinschaft zugänglich zu machen. Wöchentliche Treffen des Vereinsvorstandes sind vorgesehen, um die nächsten Schritte zu erarbeiten.

Kulturveranstaltungen in Aussicht

Das erste Highlight steht bereits fest: Im Mai 2026 wird das Junge Ensemble Berlin in Groß Pankow auftreten, gefolgt von einem Konzert des Sibelius Orchesters im Juni. Die Vorfreude auf diese und weitere Veranstaltungen ist groß und zeigt, dass sich in der Prignitz eine lebendige Kulturszene entwickeln könnte.

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Diese Bestrebungen sind nicht nur für die Region von Bedeutung, sondern zeigen auch, dass in Zeiten des Wandels kulturelle Initiativen erblühen können – ganz im Sinne von Clemens Seemann und seinem Team. Da bleibt nur zu hoffen, dass viele Menschen von diesem Angebot profitieren und die Kulturakademie Prignitz in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Bestandteil des regionalen Lebens wird.