Am vergangenen Wochenende reiste das Stadtorchester Winsen nach Pritzwalk, Brandenburg, um gleich zwei bedeutende Jubiläen zu feiern: den 770. Geburtstag der Stadt Pritzwalk und das 65-jährige Bestehen des Pritzwalker Spielmannszugs. Diese festliche Veranstaltung war nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern auch ein Ausdruck der engen Verbindung zwischen dem Stadtorchester und dem Spielmannszug, die im Rahmen ihrer Städtepartnerschaft gedeiht. Auch wenn Bürgermeister André Wiese die Reise nicht persönlich antreten konnte, traten die Musiker aus Winsen als offizielle Botschafter ihrer Heimatstadt auf und setzten damit ein Zeichen für die Gemeinsamkeit der beiden Städte.

Der Festtag begann bereits um 8:45 Uhr mit einem vollbesetzten Reisebus. Die Ankunft in Pritzwalk wurde durch einen herzlichen Empfang im Rathaus gefeiert, wo die Gäste mit Sekt begrüßt wurden. In seiner Grußbotschaft hob Bürgermeister Wiese die „enge und vertrauensvolle Verbindung“ zwischen den Städten hervor, was die Bedeutung dieses Besuchs unterstrich. Der Höhepunkt des Festes war der Auftritt des Stadtorchesters auf dem Pritzwalker Marktplatz, wo sie während eines Sternmarsches anderer Spielmannszüge das Publikum mit einem abwechslungsreichen Repertoire begeisterten.

Einladung nach Winsen

Der Austausch zwischen den beiden Städten wird durch regelmäßige Besuche befördert. So fand am 3. Oktober 2023 ein Besuch einer Pritzwalker Delegation in Winsen (Luhe) statt, der im Zeichen des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung und der Städtepartnerschaft stand. Diese Delegation setzte sich aus Stadtverordneten, Vertretern von Vereinen und Institutionen sowie Mitarbeitern der Stadtverwaltung Pritzwalk zusammen. Auch hier wurden die Gäste herzlich empfangen – auf dem Schlossplatz von Winsen, wo das Stadtorchester und Moderatorin Claudia Schröder die Ankunft feierlich gestalteten.

Die Feierlichkeiten umfassten nicht nur eine Ausstellung von Oldtimern, darunter neun Trabis und ein Wartburg, sondern auch ein Quiz mit den Bürgermeistern beider Städte. Führungen durch das Museum im Marstall und die Altstadt von Winsen boten den Pritzwalkern eine spannende Gelegenheit, die Geschichte der Stadt besser kennenzulernen. Eine Busrundfahrt durch die äußeren Bezirke und über den Elbdeich rundete das Programm ab. Am Abend fand eine feierliche Veranstaltung in der Winsener Stadthalle statt, bei der die Bürgermeister die Wichtigkeit von Toleranz und Verständnis betonten.

Ein Band der Freundschaft

Der Austausch zwischen Pritzwalk und Winsen geht über offizielle Anlässe hinaus. So knüpfte die Pritzwalker Seniorenbeiratsvorsitzende Lieselotte Kania Kontakte zu ihrem Pendant im Landkreis Harburg. Ein gemütliches Beisammensein am Abend ermöglichte es Stadtverordneten, Ratsherren und Vereinsmitgliedern, sich über die Vergangenheit und die Zukunft ihrer Städte auszutauschen. Die Pritzwalker fühlten sich in Winsen herzlich willkommen, und ein Gegenbesuch der Winsener in Pritzwalk ist bereits geplant.

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Solche Begegnungen sind nicht nur ein Fest der Musik und des Miteinanders, sondern stärken auch die Bande zwischen den Menschen und den Institutionen beider Städte. Die Feierlichkeiten in Pritzwalk und der Besuch in Winsen sind ein lebendiges Zeugnis für die Bedeutung von Städtenpartnerschaften und die Rolle von Vereinen im gesellschaftlichen Leben – stets mit dem Ziel, das Verständnis und die Toleranz zwischen den Kulturen zu fördern.