Die Stadt Pritzwalk hat zum 1. Dezember den beliebten Streicheltierhof im Hainholz übernommen, nachdem der Verein Natur, Landschaft und Denkmalpflege (NLD) Streckenthin e.V. den Betrieb aufgegeben hat. Diese Entscheidung kam nicht überraschend, da bereits im Februar ein Übernahmebeschluss von den Stadtverordneten gefasst wurde. Nach fünf Jahren erfolgreicher Führung durch den NLD, der die Einrichtung 2019 von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald übernommen hatte, wurde es zunehmend schwieriger, eine geeignete Nachfolge zu finden. Nun liegt die Zukunft des Streicheltierhofs in städtischen Händen, und die Stadt hat sich das Ziel gesetzt, die Versorgung von rund 170 Tieren sicherzustellen, die dort leben.

Aktuell kümmern sich drei Mitarbeiter, die dem städtischen Bauhof unterstehen, um den Betrieb, der täglich von 11 bis 14.30 Uhr für die Besucher geöffnet ist. Der Eintritt bleibt kostenlos, wobei Spenden herzlich willkommen sind. Damit können die Tiere, darunter Kaninchen, Schafe, Hängebauchschweine und viele weitere Arten, optimal versorgt werden. Dieser Schritt sichert die Rund-um-Versorgung mit Futter sowie Tierarztleistungen, was für die artgerechte Haltung dieser Tiere unerlässlich ist. Ein beliebtes Ziel für Familien, Großeltern und Tierfreunde ist der Hof außerdem ein regelmäßiger Anlaufpunkt für Kinder aus städtischen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen.

Ein neuer Anfang für den Streicheltierhof

Mit der Übernahme durch die Stadt wurde auch ein neues Konzept erarbeitet, das mehr Kontakt zu den Tieren ermöglichen soll. Der Streicheltierhof, der auch als ein Ort der Begegnung und Bildung dient, bleibt ein wichtiger Bestandteil der Pritzwalker Gemeinschaft. Bei einem feierlichen Anlass zum fünfjährigen Bestehen des NLD brachte Bürgermeister Dr. Ronald Thiel eine Schubkarre voll Tierfutter mit, um die Arbeit des Vereins zu unterstützen. Die Spende verdeutlicht das Engagement der Stadt für den Hof und das Wohlergehen der Tiere, was auch von Marion und Arne Schumacher vom NLD, die die Spende dankend entgegennahmen, bestätigt wurde.

Die Wichtigkeit solcher Einrichtungen wird deutlich, wenn man die Rolle ähnlicher Projekte betrachtet. Im nahegelegenen Köln etwa hat sich eine Papageien-Auffangstation zu einem kleinen Streichelzoo entwickelt. Diese Einrichtungen zeigen, wie wichtig es ist, einen direkten Zugang zu Tieren zu schaffen und sie in einem geschützten Rahmen zu halten. Der Streicheltierhof in Pritzwalk verfolgt ähnliche Ziele: Die Tiere sollen nicht nur versorgt, sondern auch von den Besuchern streichelt und erforscht werden, um den Kontakt zur Natur zu fördern.

Besonders das Eiersammeln am Ostersonntag lockt viele Familien an. Die Anerkennung durch die Stadt bringt frischen Wind, und so dürfen sich die Besucher auf neue Anreize freuen, die den Streicheltierhof noch attraktiver machen könnten. Informationen über anstehende Veranstaltungen wird die Stadt sicher rechtzeitig bereitstellen, um die treue Besucherschaft weiterhin zu begeistern.

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Insgesamt zeigen die Entwicklungen um den Streicheltierhof, dass das Engagement für die Tiere und deren artgerechte Haltung in Pritzwalk auch in Zukunft hochgeschrieben wird. Ein netter Ort für Begegnungen und tierische Erlebnisse bleibt also ein fester Bestandteil des städtischen Lebens.