Lichterfahrt erleuchtet die Uckermark: Tradition neu belebt!
Am 29. November erhellten die Straßen im Prenzlauer Gewerbegebiet am Schafgrund wieder einmal hell und festlich – die jährliche Lichterfahrt zog zahlreiche Schaulustige an, die bereits eine halbe Stunde vor dem Start auf den Straßenrändern zusammenkamen. Der Konvoi, bestehend aus 53 Einsatzfahrzeugen von Landwirten, Bauunternehmern, Spediteuren sowie Feuerwehr, THW und Polizei, war Teil einer Veranstaltung, die eine vorweihnachtliche Stimmung zur Einstimmung auf die Adventszeit verbreitete. Diese fand zeitgleich mit der Eröffnung des Prenzlauer Weihnachtsmarktes statt, was die Vorfreude auf die bevorstehenden Feierlichkeiten noch verstärkte. Nordkurier berichtet, dass ein Familienvater treffend anmerkte, wie wichtig solche Veranstaltungen in der gegenwärtigen Zeit sind, um für einen Moment die persönlichen Probleme hinter sich zu lassen.
Die Bedeutung der Lichterfahrten ist nicht nur lokal zu spüren. Denn die Brandenburger Landesregierung hat kürzlich beschlossen, die Lichterfahrten als Brauchtum anzuerkennen und somit einen rechtlichen Rahmen für deren Durchführung zu schaffen. Infrastrukturminister Detlef Tabbert und Innenminister René Wilke betonen die Rolle dieser Fahrten als gelebtes Miteinander und gemeinschaftliches Engagement. Die neue Einstufung ermöglicht die Teilnahme von Einsatzfahrzeugen der freiwilligen Feuerwehren und des THW an diesen festlichen Umzügen. Bislang gab es rechtliche Unsicherheiten und ein Verbot, die Einsatzfahrzeuge zu schmücken, was in einigen Kommunen, wie in Königs Wusterhausen, sogar zur Absage der Lichterfahrt geführt hatte. Brandenburg.de schreibt, dass die neuen Regelungen vorsehen, dass An- und Abfahrten der festlich beleuchteten Fahrzeuge ohne individuelle Genehmigung möglich sind, solange keine Sicherheitsbedenken bestehen.
Ein neues Kapitel für die Lichterfahrten
Die Entscheidung zur Anerkennung der Lichterfahrten als Brauchtum in Brandenburg kommt nicht von ungefähr. Die Tradition dieser festlichen Fahrten hat seit der Pandemie in vielen Orten einen Aufschwung erfahren. Laut Berichten haben sich zahlreiche Städte und Gemeinden nach Wegen umgesehen, um diese Fahrten trotz geltender Vorschriften durchführen zu können. Innenminister Wilke und Minister Tabbert zeigen sich optimistisch, dass die neuen Regelungen das Ehrenamt entlasten und die Durchführung der Brauchtumsveranstaltungen erleichtern werden. Maz-online berichtet, dass in Königs Wusterhausen fast 2000 Menschen eine Petition zur Rettung der Lichterfahrt unterschrieben haben, was zeigt, wie wichtig diese Tradition den Bürgern ist.
Die Lichterfahrten fördern nicht nur die festliche Stimmung, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl unter den Teilnehmern und Zuschauern. Das Feedback von Bürgern und Ehrenamtlichen zeigt, dass solche Veranstaltungen wieder hoch im Kurs stehen und nicht nur einen Beitrag zur Freude in der Adventszeit leisten, sondern auch den sozialen Zusammenhalt in den Gemeinden fördern.
