Ab dem 1. Januar 2026 wird der 61-jährige Mike Förster die Leitung des Medizinisch Sozialen Zentrums (MSZ) Uckermark übernehmen. Dies wurde von Karina Dörk, der Landrätin des Landkreises Uckermark, bekanntgegeben, die Förster als Wunschkandidaten für diese verantwortungsvolle Aufgabe bezeichnet. Förster, der in Prenzlau zu Hause ist, bringt Erfahrung aus seiner früheren Tätigkeit als Geschäftsführer der Uckermärkischen Entwicklungsgesellschaft (UEG) und der Uckermärkischen Rettungsdienst Gesellschaft (URG) mit und wird die Herausforderung annehmen, das MSZ sowohl finanziell als auch personell zu stabilisieren, wie der Nordkurier berichtet.

Förster wird mit einem Team von rund 500 Pflegekräften und Ärzten zusammenarbeiten, um das Vertrauen der Belegschaft zurückzugewinnen. In seiner neuen Rolle wird er dafür verantwortlich sein, die finanziellen Angelegenheiten des MSZ zu ordnen und das Krankenhaus in Prenzlau als Krankenhaus der Grundversorgung zu gestalten. Dies wird von größter Bedeutung sein, denn die Herausforderungen in der ländlichen Gesundheitsversorgung sind nicht zu unterschätzen. In diesen Regionen gibt es oft weniger Anbieter, längere Anfahrtswege und eingeschränkten Zugang zu spezialisierten Leistungen, wie die Bundeszentrale für politische Bildung aufzeigt.

Nachhaltige Veränderungen in Sicht

Ein zentrales Element von Försters Plan ist die Ausgliederung des MSZ Uckermark aus dem GLG-Verbund, der als einzige Möglichkeit angesehen wird, um das Krankenhaus langfristig zu retten. Um diese Änderungen umzusetzen, wird der Landkreis Uckermark 87,5 Prozent der Anteile am MSZ übernehmen und gleichzeitig seine Anteile an der GLG von 16,9 auf 8,2 Prozent reduzieren. Bedeutend ist hierbei die Zustimmung von 90 Prozent der Gesellschafter des GLG-Verbundes für wesentliche Entscheidungen, wodurch ein größeres Mitspracherecht für die lokalen Gremien entsteht. 

Der Landkreis wird somit alle strukturellen, personellen und finanziellen Entscheidungen für das MSZ eigenständig treffen und plant zudem die Installation eines eigenen Aufsichtsrates. Die rechtlichen Voraussetzungen für diese Änderungen werden derzeit noch erstellt. Bei der Neuausrichtung des MSZ ist auch die Vernetzung mit ehemaligen Beschäftigten von Bedeutung, die bereit sind, zurückzukehren, wenn die Perspektiven stimmig sind.

Ein Krankenhaus für alle

Das MSZ Uckermark soll als Standort für die Grundversorgung erhalten bleiben, mit Abteilungen für Innere Medizin, Chirurgie, Geriatrie, Notfallmedizin und Intensivmedizin. Haushalts- und Versorgungsstrukturen sollen so optimiert werden, dass sie den Bedürfnissen der ländlichen Bevölkerung gerecht werden können. Diese Herausforderung ist nicht nur für das MSZ wichtig, sondern hat Auswirkungen auf die gesamte Region, denn die Bevölkerung erwartet qualitativ hochwertige Gesundheitsdienstleistungen, unabhängig vom Wohnort.

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In ländlichen Gebieten wie der Uckermark, wo die medizinische und pflegerische Versorgung oft limitiert ist, können innovative Versorgungskonzepte, wie Kooperationen zwischen Gesundheitsberufen und telemedizinische Angebote, eine entscheidende Rolle spielen. Dörk hebt hervor, dass der Landkreis Uckermark bestrebt ist, gemeinsam mit benachbarten Kliniken und Maximalversorgern an einer langfristigen Lösung zu arbeiten, um die medizinische Versorgung der Bürger zu sichern.

Der Kreistag Barnim sowie die Stadtverordnetenversammlung Eberswalde müssen den neuen Veränderungen zustimmen, damit die anstehenden Beschlüsse am 12. Dezember notariell besiegelt werden können. Der Weg für die Zukunft des MSZ Uckermark ist geebnet, und es bleibt zu hoffen, dass Förster mit seinem Team der Herausforderung mit einem guten Händchen begegnen wird.