In Prenzlau, wo die Luft nach frischem Getreide und dem süßen Duft der Geschichte riecht, hat sich in den letzten Monaten eine ganz besondere musikalische Welle aufgebaut. Die Einweihung der beeindruckenden Hill-Orgel in der St. Marienkirche fand bereits im Mai statt und hat die Herzen vieler Musikliebhaber höher schlagen lassen. Und das Beste: Vom 3. bis 5. Juli wurden die Werke eines Orgel-Chor-Orchesterkonzertes unter Studiobedingungen aufgenommen! Ein wahrlich grandioses Unterfangen, das die Kreativität und die Stimmen von rund 110 Choristen und 50 Orchestermusikern des Preußischen Kammerorchesters vereint hat.

Dirigent Jürgen Bischof, ein echtes Urgestein der Musikszene, führte die Proben und sorgte dafür, dass alles wie am Schnürchen lief. So gab es beispielsweise eine beeindruckende Probe mit dem englischen Starorganisten Professor Henry Fairs, der von der Hill-Orgel aus Schottland sichtlich beeindruckt war. Diese Zusammenarbeit machte den kreativen Prozess noch lebendiger. Die Vielfalt der mitwirkenden Chöre – Uckermärkischer Konzertchor Prenzlau, Kantorei Prenzlau und der Akademische Chor der Technischen Universität Szczecin – brachte eine explosive Mischung an Talenten zusammen.

Ein Konzert voller Emotionen

Das Konzert am 16. Mai war bereits ein voller Erfolg, mit ausverkauften Plätzen und einem Programm, das als festlich und farbenreich beschrieben wurde. So waren Werke wie die „Messe solennelle“ von Louis Vierne und die Bearbeitung von „Nun danket alle Gott“ durch John Rutter Teil des Repertoires. Auch die majestätische „Pomp and Circumstance“-Marsch Nr. 1 von Edward Elgar und Liszts Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam“ ließen die Herzen höher schlagen.

Die gesamte Aufnahme dauerte fast 14 Stunden und wurde von einem Berliner Tonstudioteam von Magnolia Classics unterstützt. Kreiskantor Hannes Ludwig sorgte dafür, dass die Klänge der Helge-Schneider-Orgel die Kirche erfüllten, während Prof. Henry Fairs die Hill-Orgel zum Klingen brachte. Jürgen Bischof bezeichnete die Aufnahme als „fantastische innere Stimme“ der Kirche, was wohl kaum übertrieben ist, wenn man den kraftvollen Klang der Orgel und die harmonischen Stimmen der Chöre bedenkt. Ein Stimm-Coaching von Judith Engel vom Rundfunkchor Berlin gab den letzten Schliff – und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!

Ein Blick in die Zukunft

Der Erscheinungstermin der CD-Produktion ist zwar noch unbekannt, doch die Vorfreude steigt mit jeder Minute. Die Studioarbeit, die nun mit Korrekturschnitten und der Erstellung eines zweisprachigen Booklets beginnt, verspricht eine spannende Zeit. Man kann kaum erwarten, das Ergebnis zu hören und mit anderen zu teilen.

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Inmitten all dieser musikalischen Höhepunkte wird das Orgelprojekt auch im Kultursommer von Prenzlau hervorgehoben. Die Menschen hier scheinen sich nach kulturellen Erlebnissen zu sehnen, und die Musik, die in der St. Marienkirche erschallt, trägt dazu bei, diese Sehnsucht zu stillen.

So bleibt uns nur zu sagen: Lasst euch von der Musik verzaubern, die durch die Wände dieser alten Kirche strömt, und genießt die Klänge, die die Seele berühren. Prenzlau ist auf dem besten Weg, ein wahres Zentrum für musikalische Exzellenz zu werden.