In Prenzlau tut sich etwas: Der Neubau eines Rewe-Marktes im „Green Building“-Stil ist seit 2021 in Planung und hat nun konkrete Formen angenommen. Die ersten Abrissarbeiten am Neustädter Damm (B198) wurden bereits durch die Firma BTT gestartet, um bestehende Stallgebäude auf dem bisherigen Pferdekoppelgelände abzureißen. Geplant ist ein Markt mit einer Größe von 1800 bis 2000 Quadratmetern, was nicht nur für die lokale Nahversorgung von Bedeutung ist, sondern auch eine spannende Diskussion in der Stadt entfacht hat.

Die Stadt Prenzlau hat bereits das „gemeindliche Einvernehmen“ erteilt, während die Untere Wasserbehörde noch ein positives Votum abgeben muss, bevor der Bauantrag im März genehmigt werden kann. Der bestehende Rewe-Markt in der Steinstraße wird weiterhin bis zum 1. November 2032 betrieben, doch Marktleiter Matthias Becker hat bereits 2025 den Standort saniert und umgestaltet. Eine Erweiterung am Standort in der Steinstraße ist jedoch nicht möglich, was die Notwendigkeit eines neuen Marktes unterstreicht.

Öffentliche Meinungen und politische Entscheidungen

Die Meinungen in der Bevölkerung und der Stadtpolitik sind geteilt: Während einige Anwohner ein Überangebot an Verkaufsflächen befürchten, sehen andere in dem neuen Markt eine Lösung für eine bestehende Versorgungslücke. Das Landesministerium hat in diesem Zusammenhang betont, dass keine Gefährdung der Nahversorgung in den Umlandgemeinden besteht.

Für die Realisierung des Fachmarktzentrums in Prenzlau wurde von 20 Stadtverordneten zugestimmt, während sieben dagegen stimmten. Investor Michael Baier hofft auf den ersten Spatenstich noch im Jahr 2024, während die Suche nach einem General-Bauunternehmer bereits läuft.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein weiteres Beispiel für den Trend zu nachhaltigen Bauprojekten im Einzelhandel zeigt der Neubau eines Rewe-Supermarktes in Berlin-Schmöckwitz. Der Fokus liegt hier auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, mit einer geplanten Eröffnung bis Ende 2025. Der Markt wird den Effizienzstandard 40 EE erfüllen und soll etwa die Hälfte der Energie gemäß Gebäudeenergiegesetz verbrauchen. Zudem sind umweltfreundliche Materialien und moderne Energie- und Heizsysteme Teil des Konzepts.

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In Schmöckwitz wird das neue Gebäude auf einem 5000 Quadratmeter großen Grundstück errichtet und verfügt über eine Verkaufsfläche von 1800 Quadratmetern. Geplant sind auch zahlreiche Stellplätze für PKW, Fahrräder und Lastenräder, sowie Elektro-Ladesäulen. Die Integration von Photovoltaikanlagen und einem begrünten Dach zeigt, wie modernes Bauen auch der Umwelt Rechnung tragen kann. Nach Fertigstellung erfolgt eine Prüfung und Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) – ein Schritt, der auch in Prenzlau von großem Interesse sein könnte.

Es bleibt spannend, wie sich die Pläne für den neuen Rewe-Markt in Prenzlau weiterentwickeln werden. Die Beteiligung der Bürger und die Entscheidungen der Stadtverordneten spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Kombination aus lokalem Bedarf und nachhaltigem Bauen könnte nicht nur die Nahversorgung verbessern, sondern auch ein Zeichen für zukunftsorientierte Stadtentwicklung setzen.

Für weitere Informationen zu den Entwicklungen in Prenzlau und den neuen Rewe-Markt können Sie die Quellen hier und hier nachlesen.