Heute ist der 2.07.2026 und in der Uckermark gibt es viel zu berichten. In Rutenberg, einem kleinen Ortsteil von Lychen, hat die Dorfgemeinschaft etwas Großartiges geschaffen: Eine neue Badeinsel am malerischen Kronsee wurde feierlich eingeweiht. Der Ortsvorsteher Wolfgang Rönnebeck hat sich dafür richtig ins Zeug gelegt. Er kämpfte unermüdlich in der Stadtverordnetenversammlung, um die Finanzierung sicherzustellen. Ein alter Sprungturm war schon lange abgebaut, und die Badeinsel wird nun zum neuen Treffpunkt für Einheimische und Feriengäste gleichermaßen.

Die Einweihungsfeier war ein besonderes Ereignis, das sowohl Kinder als auch Erwachsene zusammenbrachte. Man kann sich die fröhlichen Gesichter der Kinder bildlich vorstellen, wie sie über die Wiesen tollen, während die Erwachsenen in Erinnerungen schwelgen. Um die nötigen Mittel für die Badeinsel zusammenzubekommen, wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen, denn die ursprünglich eingeplanten 11.000 Euro reichten nicht aus. Rönnebeck ging von Haustür zu Haustür und sammelte durch seine Hartnäckigkeit etwa 2.500 Euro. Eine Tafel zur Würdigung der Spender wird nun am See aufgestellt, um die großzügigen Unterstützer zu ehren.

Gemeinsames Engagement für die Gemeinschaft

Die Dorfgemeinschaft von Rutenberg zeigt nicht nur im Bezug auf die Badeinsel großen Einsatz. Vor zwei Wochen halfen viele Freiwillige beim Bepflanzen von Blumenschalen im Ort. Jürgen Bandße, der Inhaber einer nahen Gärtnerei, trägt dazu bei, indem er regelmäßig Blumen spendet und sogar Wasser zum Gießen zur Verfügung stellt. Ein Pflegeplan für die Blumenschalen wird von 13 Familien unterstützt – wie schön, wenn sich die Nachbarn so gemeinsam um ihr Dorf kümmern!

Im Mai wurden zudem zwei neue Bänke aufgestellt, finanziert durch das Bürgerbudget 2025 der Stadt. Diese neuen Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein – man könnte fast sagen, sie sind der ideale Ort für angeregte Gespräche über die neuesten Entwicklungen im Dorf. Apropos Entwicklungen: Zwei Absperrgitter wurden installiert, um den Radweg zwischen Rutenberg und Retzow vor Autos zu schützen. Eine Maßnahme, die sicherlich vielen Radfahrern und Fußgängern zugutekommt. Die Gitter waren zuvor mutwillig entfernt worden, aber die Dorfbewohner ließen sich nicht beirren und haben sie wieder verankert.

Ein unerwarteter Besuch

Doch nicht alles ist eitel Sonnenschein in Rutenberg. In letzter Zeit versuchen „Reichsbürger“, wie sie sich selbst nennen, in der Uckermark Fuß zu fassen. Ein selbsternannter „König von Deutschland“, Peter Fitzek, plant es sogar, einen Hof in Rutenberg zu kaufen. Fitzek, der 2012 das „Königreich Deutschland“ gründete, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Existenz der Bundesrepublik Deutschland zu negieren – und ist dabei umtriebig, um es gelinde auszudrücken. Die Bürgerinitiative in Rutenberg hat sich formiert, nachdem die Pläne des „Königreichs“ bekannt wurden. Rund 40 Einheimische stehen hinter dieser Initiative, die mit Plakaten gegen Fitzek und seine Gruppierung mobil machen.

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Spannend wird es, wenn man erfährt, dass die Bürgerinitiative im Januar 2023 eine Veranstaltung mit dem Brandenburger Verfassungsschutz organisierte. Inzwischen besteht der Kontakt zur „Naturscheune“ nur schriftlich, und ein Vertrauensverhältnis ist noch nicht in Sicht. Eine Bewohnerin dieser Naturscheune hat sogar bestätigt, dass es früher eine Kooperation mit dem „Königreich“ gab, diese jedoch ausgesetzt werden musste. Die Bürgerinitiative bleibt wachsam und engagiert sich aktiv gegen die Aktivitäten des „Königreichs“ – ein Zeichen für eine lebendige Zivilgesellschaft.

Demokratie vor Ort stärken

Umso wichtiger ist das Engagement, das in Rutenberg und anderen Orten der Uckermark geleistet wird. Initiativen wie „Partnerschaften für Demokratie“ stärken die Menschen vor Ort und vernetzen sie, um sich für eine vielfältige und lebendige Demokratie einzusetzen. Verantwortliche aus Politik und Verwaltung arbeiten Hand in Hand mit zivilgesellschaftlich Engagierten. Hier wird klar, dass jede Stimme zählt, und dass der Zusammenhalt in der Gemeinschaft entscheidend ist, um Extremismus und Spaltung entgegenzuwirken. Angebote wie Demokratiefeste, Plakataktionen oder Medienworkshops für Jugendliche zeigen, dass Demokratie nicht nur ein Wort, sondern eine lebendige Praxis ist, die jeden von uns betrifft.