Heute ist der 3. Mai 2026 und die Luft am Unterlauf der Oder bei Schwedt ist kühl und frisch. Der Fluss plätschert beruhigend vor sich hin, während das Team von „Rute raus, der Spaß beginnt!“ sich auf ein aufregendes Angelabenteuer vorbereitet. Moderator Heinz Galling, NDR-Angelexperte Horst Hennings und Welsangler Olaf Schönland sind bereit, sich auf die Jagd nach dem Wels zu begeben – dem größten Süßwasserfisch Europas! Mit den ersten Sonnenstrahlen, die den Morgen erhellen, wird ihr Abenteuer beginnen.
Die Umgebung ist malerisch, umgeben von weitläufigen Kanälen, Poldern und Seen. Diese abgeschiedene und naturbelassene Region bietet nicht nur eine atemberaubende Kulisse, sondern auch ein fischreiches Revier. Welse, Hechte, Zander und eine Vielzahl von Friedfischen tummeln sich hier. Die besondere Atmosphäre der Abenddämmerung zieht Angler wie ein Magnet an. „Hier ist es einfach magisch“, murmelt Heinz, während er seine Ausrüstung überprüft.
Angeln mit Leidenschaft und Technik
Das Team nutzt eine spezielle Klopftechnik, bei der das Wallerholz auf der Wasseroberfläche geschlagen wird, um die Fische zu aktivieren. „Es klingt verrückt, aber es funktioniert!“, sagt Olaf begeistert. Während ihrer dreitägigen Expedition an einem der größten Flüsse Deutschlands hoffen sie, nicht nur Welse, sondern auch große Hechte oder Barsche an Land zu ziehen. Ein Abstecher nach Polen, wo das Angeln an einem kleinen Nebenfluss der Oder möglich ist, steht ebenfalls auf dem Plan.
Die Kosten für das Angeln in Polen sind mit 25 Euro im Jahr für Mitglieder des Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern mehr als fair. „Das ist ein echtes Schnäppchen!“, findet Horst, während er seine Ruten vorbereitet. Die gute Zugänglichkeit der Ufer bei normalem Wasserstand macht das Angeln hier besonders einladend. Aber Achtung! Bei Hochwasser sind Gummistiefel ein absolutes Muss. Es ist ein Abenteuer, das man nicht verpassen sollte.
Die Kunst der Zubereitung
Nach einem erfolgreichen Fang wird das Welsfilet direkt am Angelplatz auf der Haut gebraten. Der Duft von frisch zubereitetem Fisch mischt sich mit der frischen Luft und macht den Moment perfekt. „Essen am Wasser ist einfach das Beste!“, lacht Olaf, während er den Grill anwirft. Die Verbindung von Natur und gutem Essen ist etwas, das die Seele nährt.
Die Region hat jedoch auch ihre Herausforderungen. Umweltbelastungen durch ungeklärte Abwässer und Chemikalien sind ein Thema, das Angler und Naturschützer gleichermaßen besorgt. Analysen zeigen, dass die Belastung der Fische unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt, aber das Bewusstsein für die Problematik muss wachgehalten werden.
Regeln und Tipps für Angler
Wer hier angeln möchte, muss sich an gewisse Regeln halten. Die Angelzeiten sind von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang erlaubt, und es gibt Fangbegrenzungen für bestimmte Arten wie Hecht, Zander und Wels. Zudem sind bestimmte Köder, wie beispielsweise Krebse, verboten. „Das ist alles Teil des Spiels“, sagt Horst mit einem Augenzwinkern. „Aber die besten Köder sind immer die, die man selbst gefangen hat!“
Die Mindestmaße für die Fangarten sind klar definiert: 15 cm für Barsch und Rotfeder, 45 cm für Aal und Hecht, 50 cm für Wels. Auch die Schonzeiten sind wichtig, um die Bestände zu schützen. „Es gibt viel zu beachten, aber das macht die Sache spannend“, erklärt Heinz, während er seine Ruten liebevoll poliert. Es ist nicht nur das Fangen, sondern auch das Erlebnis, das zählt.
So bereiten sich das Team und die Angler auf einen unvergesslichen Tag am Fluss vor. Die Mischung aus Natur, Technik und dem besonderen Flair der Umgebung macht diesen Ort zu einem wahren Angelparadies. Ob beim Auswerfen der Schnur oder beim gemütlichen Beisammensein am Grill – hier wird das Angeln zum Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.