Alexia Hauf aus Templin: Heim-WM als Sprungbrett für Medaille!
Insgesamt ist es eine spannende Zeit für den Frauenhandball, denn bald geht es richtig los! Am 26. November 2023 findet die Heim-Weltmeisterschaft im Handball statt, eine Gelegenheit, die für viele Spielerinnen eine Schlüsselstellung einnimmt. Eine von ihnen ist Alexia Hauf aus Templin, die sich auf ihren ersten großen Auftritt auf der internationalen Bühne freut.
Für Alexia Hauf ist diese WM mehr als nur ein sportliches Event. Als kleines Mädchen begann sie in Templin mit dem Handball, und nun steht sie vor dem Höhepunkt ihrer Karriere. Die Tatsache, dass das Turnier in Deutschland ausgetragen wird, macht es für sie besonders emotionsgeladen. In einem Interview mit dem Nordkurier hebt sie hervor, dass die Kaderbekanntgabe erstmals live übertragen wurde, was die mediale Aufmerksamkeit auf den Frauenhandball massiv gesteigert hat, und nennt die Heim-WM eine Chance, diese Sportart sichtbarer zu machen.
Ablauf der WM und Ziele
Bei der WM, die in Stuttgart und Trier mit der Vorrunde startet, werden auch die Spiele der deutschen Mannschaft gleich in der ersten Reihe stattfinden. Die ersten Gegner sind Island (26. November), Uruguay (28. November) und Serbien (30. November), alle Spiele beginnen um 18:00 Uhr. Hauf gibt an, dass sie die Gruppe als machbar einschätzt und ihr Ziel darin besteht, eine gute Vorrunde zu spielen und ins Viertelfinale in Dortmund einzuziehen. „Die letzte Medaille für die deutschen Frauen im Handball wurde vor 18 Jahren gewonnen, und ich träume von einer Medaille. Das ist aber kein Muss“, so Hauf.
Die Heim-WM wird daher nicht nur für die Spielerinnen, sondern auch für den Frauenhandball insgesamt von Bedeutung sein. Der DHB-Vorstand Sport, Ingo Meckes, sieht in dieser Veranstaltung eine Chance, die Zukunft des Frauenhandballs zu gestalten und plant bereits neue Nachwuchsstützpunkte in Stuttgart und Leipzig für 2027. Diese WM scheint also ein echter Motor für die Weiterentwicklung der Sportart zu sein.
Gesellschaftliche Begleiterscheinungen
Mit dem Erfolg der WM sollen auch die Sichtbarkeit und Beliebtheit des Frauenhandballs gesteigert werden. Unterstützt wird dieses Vorhaben unter anderem durch die Kampagne „Hands up for more“, die gezielt für den Frauensport Werbung macht. Das Engagement, welches auch Nachwuchsspielerinnen fördern soll, spiegelt sich in der Veröffentlichung des Buches „Sheroes“ wider, das die Protagonistinnen der Nationalmannschaft vorstellt. Alina Grijseels, ebenfalls Nationalspielerin, unterstreicht die Wichtigkeit dieses Turniers für alle Frauen im Handball.
Ein weiteres Highlight wird das „Fan Village“ in Halle 1 der Westfalenhalle vom 2. bis zum 9. Dezember sein. Hier kommen Fans zusammen, können sich austauschen und an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Der Zuspruch ist schon groß – rund 50% der Tickets für die WM sind bereits verkauft. Der Zugang zum Fan Village ist für alle Fans mit Eintrittskarten möglich.
Die Familie von Alexia wird bei den WM-Spielen anwesend sein, was für sie eine große Unterstützung darstellt. Ihre Schwester nimmt ihre Familie mit zu den Vorrundenspielen, während ihre Eltern beim Viertelfinale vor Ort sein werden. Nach der Enttäuschung über eine verpasste Olympia-Nominierung verbringt sie nun diese Zeit mit ihrer Familie, um neue Kraft zu schöpfen und sich auf die WM zu konzentrieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die bevorstehende WM nicht nur ein Wettbewerb ist, sondern eine Chance für den gesamten Frauenhandball, sich neu zu positionieren und mehr öffentliche Wahrnehmung zu erlangen. Alexia Hauf steht dabei symbolisch für die Bestrebungen ihrer Sportart, die Zukunft in die eigene Hand zu nehmen.
