Am 21. Februar 2026 wird das Multikulturelle Centrum Templin zum Schauplatz eines ganz besonderen Konzerts. Die Band „Die Seilschaft“ tritt mit ihrem Programm „Gegen den Strom“ auf und bringt eine unplugged Performance, die sowohl Rückschau als auch Vorausschau bietet. Die Veranstaltung wird um 19 Uhr beginnen, und die Karten kosten im Vorverkauf 32 Euro, an der Abendkasse 39 Euro. Es ist ein Abend, der nicht nur die Klassiker der Band präsentiert, sondern auch neue Lieder umfasst und den Texten durch Akustikversionen eine besondere Poesie verleiht.

„Die Seilschaft“ wurde 1992 von Gerhard Gundermann gegründet, um dessen Musik lebendig zu halten. Gundermann selbst war ein bedeutender Liedermacher und Rockmusiker, dessen Texte Themen wie Heimat, Entfremdung, Liebe, Wut und Hoffnung behandelten. Alben wie „Der 7te Samurai“ und „Engel über dem Revier“ prägten die deutsche Musiklandschaft nach der Wende. Die Band war mehr als nur ein Begleitensemble; sie diente als Resonanzraum für Gundermanns Gedanken und Gefühle. Nach seinem Tod 1998 ruhte die Band, bis sie 2008 für ein Gedenkkonzert zurückkehrte. Seitdem wird sie von Christian Haase geleitet, der die Lieder Gundermanns interpretiert und das Erbe der Band weiterführt.

Ein bewegendes Erbe

Die Seilschaft hat im Laufe der Jahre nichts an Tiefe und Power eingebüßt. Sie tourte gemeinsam mit Größen wie Bob Dylan und Joan Baez und hat zahlreiche Preise gewonnen. Der Einfluss Gundermanns ist bis heute spürbar, und die Band lässt sein musikalisches Erbe immer wieder aufleben. Ihre Konzerte sind nicht nur ein nostalgischer Rückblick, sondern auch ein lebendiges Zeugnis der zeitlosen Relevanz seiner Texte.

Eine Woche nach dem Konzert, am 27. Februar 2026, wird der Film „Gundermann“ von Andreas Dresen gezeigt. Der Film thematisiert Gundermanns Zerrissenheit als Baggerfahrer, Poet und Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi. Diese Aspekte seines Lebens spiegeln die Komplexität seiner Persönlichkeit wider und machen das Konzert und den Film zu einem untrennbaren Teil eines kulturellen Erbes, das viele bewegt.

Das Leben von Gerhard Gundermann

Gerhard Gundermann wurde 1967 in Hoyerswerda geboren und zog später dorthin, wo er 1979 eine entscheidende Erfahrung machte, die den Kontakt zu seinem Vater belastete. Nach dem Abitur studierte er Politoffizier der NVA, wurde jedoch wegen seiner kritischen Haltung exmatrikuliert. In den 1970er Jahren arbeitete er als Baggerfahrer, was ihm nicht nur seinen Lebensunterhalt sicherte, sondern auch die Inspiration für viele seiner Lieder lieferte. Seine Musik behandelte oft soziale und ökologische Probleme und fand besonders in den 1990er Jahren großen Anklang.

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Gundermann war ein vielschichtiger Charakter, der sich nie einfach in eine Kategorie einordnen ließ. Seine Karriere als Liedermacher begann in den 1980er Jahren, und er gewann zahlreiche Preise für seine Arbeit. Die Gründung der Band „Die Seilschaft“ stellte einen wichtigen Schritt dar, um seine Musik live auf die Bühne zu bringen und ein breiteres Publikum zu erreichen. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1998 wurde der Verein Gundermanns Seilschaft e. V. gegründet, um seinen Nachlass zu pflegen und sein Erbe lebendig zu halten.

Die anstehende Veranstaltung in Templin ist eine hervorragende Gelegenheit, die Musik und die Botschaften von Gerhard Gundermann zu erleben, während sich die Band „Die Seilschaft“ mit frischer Energie dem Publikum präsentiert. Die Kombination aus Musik und dem bevorstehenden Film macht diesen Monat zu einem besonderen für alle, die Gundermanns Werk schätzen.