Vom Licht der Uckermark
In Templin wird zurzeit eine spannende Ausstellung präsentiert, die die Vielfalt regionalen künstlerischen Schaffens zeigt. Unter dem Titel „Vom Licht der Uckermark“ können Besucher in der Galerie im Neuen Rathaus die Werke einer Malgruppe bewundern, die von dem renommierten Künstler Frank Suplie geleitet wird. Die Teilnehmer – fünf Frauen und ein Mann – fangen in ihren farbintensiven Bildern das Licht und die Landschaften der Uckermark ein. Zu den gezeigten Motiven gehören nicht nur beeindruckende Landschaften, sondern auch Stillleben und Interieurs, die die Schönheit der Region widerspiegeln.
Die Eröffnung der Ausstellung war ein voller Erfolg: Matthias Schilling vom Kunstverein Templin berichtete von einer hohen Besucherzahl, die sich für die Präsentation interessierte. Dr. Ruth Mähl, CDU-Stadtverordnete, lobte sowohl das Engagement der Künstler als auch das große Interesse der Bevölkerung an der Darstellung der Uckermark. Die Künstlergruppe setzt sich aus Liane Harndt, Silke Schmidt, Anke Schwerecke, Vera Schönfeld, Tamara Seidler und Dietrich Schmidt zusammen. Alle Teilnehmer haben regelmäßig an Kursen bei Frank Suplie teilgenommen, der nicht nur in Berlin, sondern auch in der Uckermark lebt und arbeitet.
Frank Suplie und die Ei-Tempera-Technik
Frank Suplie, geboren 1950, ist ein Meister der traditionellen Eitempera-Malerei. Diese Technik, die aus wasserverdünntem Eigelb als Bindemittel und Pigmenten besteht, hat eine lange Geschichte und gilt als die älteste Methode zur Herstellung von Malfarben. Suplie verwendet diese Technik, um alltägliche Szenen darzustellen, die ihn berühren. Seine Werke zeigen nicht nur Berliner Stadtansichten mit bunten Plakaten, sondern auch idyllische Felder und Seen in der Natur. Die Frische der Farben in seinen Bildern lädt die Betrachter dazu ein, in die dargestellten Motive einzutauchen.
Die Ausstellung „Vom Licht der Uckermark“ ist bis zum 25. März in der Galerie im Neuen Rathaus, Prenzlauer Allee 7, zu sehen. Bei der Eröffnung sorgte die Harfenistin Anna Steinkogler mit musikalischen Akzenten für eine besondere Atmosphäre, die das Erlebnis der Kunstwerke zusätzlich bereicherte. Suplies Malerei, die die Motive oft heller erscheinen lässt als sie tatsächlich sind, zeigt seine Fähigkeit, die Schönheit der Uckermark und die Emotionen, die sie hervorrufen kann, einzufangen.
Die Bedeutung der Eitempera
Die Eitempera-Technik hat ihre Wurzeln in der früh-europäischen Tafelmalerei und wird heute weiterhin in der Ikonenmalerei angewendet. Diese klassische Technik ermöglicht es, dünne, schnell trocknende Schichten zu schaffen, die einen transparenten, glänzenden Effekt erzeugen. Giotto di Bondone und seine Schule reformierten im 13. Jahrhundert die Tempera und legten damit den Grundstein für die Eitempera, wie wir sie heute kennen. Sie können mehr über die faszinierende Geschichte dieser Maltechnik in einem Artikel auf Wikipedia erfahren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ausstellung in Templin eine wunderbare Gelegenheit bietet, die künstlerische Auseinandersetzung mit der Uckermark zu erleben und gleichzeitig mehr über die traditionellen Techniken der Malerei zu erfahren. Es ist ein Genuss, die Werke der talentierten Künstler zu betrachten und die Farbenpracht der Region zu erleben.
