Die Uckermark wird 2026 zum Schauplatz eines ganz besonderen Events: Vom 14. Mai bis 3. Juni heißt es für alle Radbegeisterten und solche, die es werden möchten, „auf die Räder, fertig, los!“ Prenzlau beteiligt sich zum vierten Mal an der Aktion „Stadtradeln“. Hierbei sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, in 21 Tagen Alltagswege mit dem Rad zurückzulegen. Und damit nicht genug – die Aktion hat nicht nur einen sportlichen Charakter, sondern geht auch Hand in Hand mit dem Klimaschutz.

Im letzten Jahr legten 457 Teilnehmer beeindruckende 91.762 Kilometer zurück. Im Jahr davor waren es sogar 117.546 Kilometer von 518 Fahrradfahrern. Diese Zahlen sprechen für sich und zeigen das enorme Interesse und Engagement der Uckermarker, die Vorteile des Radfahrens im Alltag zu erleben. Die Anmeldung für die diesjährige Aktion ist bis zum 13. Mai unter stadtradeln.de/prenzlau möglich. Hier können Teilnehmer ihre Strecken entweder über eine App aufzeichnen oder nachträglich manuell eingeben. Das sorgt nicht nur für eine spannende Auswertung der Radverkehrsdaten, sondern hilft auch, die Radinfrastruktur in der Region zu verbessern.

Gemeinsam für ein gutes Klima

Das „Stadtradeln“ ist nicht nur ein lokales Event, sondern ein internationaler Fahrradwettbewerb, der seit 2008 vom Klima-Bündnis organisiert wird. Über 1.700 Mitglieder aus 27 europäischen Ländern sind daran beteiligt. Das Ziel? Menschen spielerisch zum Umstieg aufs Rad zu motivieren und Alltagswege umweltfreundlich zurückzulegen. Dabei gibt es zahlreiche Vorteile: frische Luft, Bewegung und die Vermeidung von Stau und Parkplatzsuche sind nur einige davon.

Wie wichtig eine ausreichende Radinfrastruktur ist, wird immer deutlicher. Kommunalpolitiker sind nicht nur eingeladen, Teams zu bilden, sondern auch selbst die Radfahrbedingungen in ihrer Kommune zu erfahren. In diesem Jahr werden die aktivsten Teams und Teilnehmenden am Stadtfest am 6. Juni ausgezeichnet. Die Preise sind ein Anreiz für alle, noch mehr Kilometer zu sammeln und sich gegenseitig zu motivieren.

Die Bedeutung des Radfahrens

Das „Stadtradeln“ hat einen hohen Stellenwert, wenn es darum geht, das Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität zu schärfen. Jeder gefahrene Kilometer zählt, insbesondere wenn er das Auto ersetzt. Laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist der Verkehrssektor für circa 36% der Stickstoffoxidemissionen in Deutschland verantwortlich. Aktionen wie das „Stadtradeln“ tragen dazu bei, diese Emissionen zu reduzieren und eine umweltfreundliche Alternative zum Auto zu fördern.

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Insgesamt haben im vergangenen Jahr rund 300.000 Menschen aus knapp 900 Kommunen an der Aktion teilgenommen und gemeinsam 60 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das zeigt, wie viel Potenzial im Radfahren steckt und wie wichtig es ist, solche Initiativen weiter zu fördern. Die Durchführung der Kampagne ist kostengünstig und mit geringem Aufwand verbunden – perfekte Voraussetzungen, um auch in der Uckermark einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.