Unternehmerinnen: Erfolg im Job und Familie – So meistern sie beides!
In Brandenburg wird immer mehr auch über die Rolle der Frauen in der Wirtschaft gesprochen. Aktuell zeichnen sich Unternehmerinnen nicht nur durch geschäftliches Geschick, sondern auch durch familiäre Verpflichtungen aus. Besonders sichtbar wird dies bei Treffen, wie dem jüngsten Netzwerk-Event „Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft“, das im Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle stattfand. Laut nordkurier.de sind Frauen in der Lage, Unternehmen mindestens ebenso gut zu führen wie ihre männlichen Kollegen.
Johanna Gaffrey, eine 30-jährige Mutter und Unternehmerin, die das Familienunternehmen Industrieservice Gaffrey leitet, setzt sich aktiv für die Stärkung von Unternehmerinnen ein. Sie ist Regionalpräsidentin der Unternehmervereinigung Uckermark und hat das Netzwerktreffen initiiert, um Frauen in der Wirtschaft eine Plattform für Unterstützung und Austausch zu bieten. Ein zentrales Thema beim Treffen war der Fachkräftemangel, der viele Unternehmerinnen und Unternehmer gleichermaßen betrifft.
Generation Z im Fokus
Die Herausforderungen bei der Gewinnung von Fachkräften wurden von den Teilnehmerinnen aus verschiedenen Branchen, darunter Industrie, Tourismus und Kulturbereich, lebhaft diskutiert. Maren Schmidt, Geschäftsführerin der Schwedter Wohnbauten GmbH, sprach die Erwartungen der Generation Z an, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurde. Diese Generation legt großen Wert auf flexible Arbeitszeitmodelle, was die Arbeitgeber vor neue Aufgaben stellt. Im Zuge der Diskussion wurde auch über die sinkende Zahl deutscher Studenten informiert, wie Katrin Wallura an ihrem eigenen Info-Stand auf einer Nachwuchskräftebörse feststellen musste.
Anne Dahlmann, die ein Studio für Architekturvisualisierung betreibt und Innenarchitektur studiert, brachte frische Perspektiven in die Runde. Johanna Gaffrey plant, das Thema „Ticken der Generation Z“ in zukünftigen Gesprächen aufzugreifen, um die Brücke zwischen den Erwartungen junger Arbeitnehmer und den aktuellen Arbeitsplatzbedingungen zu schlagen. Das nächste Netzwerktreffen ist bereits für März 2026 angesetzt.
Fachkräftemangel und Erwerbsbeteiligung
Der Fachkräftemangel ist ein weit verbreitetes Problem in Deutschland, wie aus der bpb.de hervorgeht. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat sich in den letzten 30 Jahren stark erhöht – von 55% in den 1990er Jahren auf etwa 74% im Jahr 2023. Während Mütter mit Kindern unter 12 Jahren eine Erwerbsquote von fast 75% erreichen, ist die Teilzeitquote unter ihnen mit 70% erheblich. Bei Männern ist der Unterschied in der Erwerbsbeteiligung deutlich, da nur 12% in Teilzeit arbeiten.
Die steigende Teilzeitquote unter Frauen führt oft zu einem „Zuverdienermodell“ innerhalb von Paarhaushalten. Dies hat politische Implikationen zur Folge. Notwendige Reformen zur Verbesserung der Situation sind etwa der Ausbau der Kindertagesbetreuung sowie die Überarbeitung des Elterngeldes, welches seit 2007 als Lohnersatzleistung fungiert.
Fazit: Die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen durch gezielte Maßnahmen könnte den Fachkräftemangel lindern. Unternehmerinnen wie Johanna Gaffrey leisten dabei einen wertvollen Beitrag zur Diskussion und Entwicklung zukunftsfähiger Ansätze.
