Heute, am 6. Mai 2026, öffnet das Kleist Forum in Frankfurt (Oder) seine Türen für ein ganz besonderes Schauspiel, das die Zuschauer in eine faszinierende Welt voller Wunder und intergalaktischer Abenteuer entführt. Um 10:00 Uhr beginnt die Aufführung von „Die große Entwunderung des Wilbur Whittaker“, einem Werk des australischen Autors Dan Giovannoni, das vom Hans Otto Theater Potsdam auf die Bühne gebracht wird. Die Ticketpreise sind mit 12 € für Erwachsene und 6 € ermäßigt durchaus erschwinglich und laden dazu ein, sich auf eine Reise durch die Grenzen von Fantasie und Realität zu begeben.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der Protagonist Wilbur Whittaker, ein 40-jähriger Büroangestellter am Flughafen, der in seinem Alltag gefangen ist. Einst war er ein Meister der Wunder, voller Ideen und Visionen – eine Kindheit, in der er Raketenrucksäcke mit vier Geschwindigkeitsstufen erfand und von Wurmlöchern träumte. Doch das Leben hat ihn eingeholt. Der Karton mit seinen Kindheitsträumen ist in Vergessenheit geraten. Eines Nachts jedoch kommt Barney vom Büro für Wunderungen und nimmt den Karton mit, um ihn zu recyceln. Wilbur ist schockiert und fühlt sich unwohl, denn in dieser Kiste steckt mehr als nur Nostalgie – sie enthält die Wunder, die für das Gleichgewicht des Universums entscheidend sind.
Ein intergalaktisches Abenteuer
Plötzlich erscheint Prinzessin Fantastic, die ihm erklärt, dass das Erlöschen des Kartons auch seinen Stern am Nachthimmel auslöschen wird. Es ist eine dramatische Wendung, die Wilbur aus seiner Lethargie reißt. Gemeinsam mit der Prinzessin begibt er sich auf ein intergalaktisches Abenteuer, um die Recyclingmaschine zu finden und die Welt vor der Großen Entwunderung zu retten. Auf dieser Reise müssen sie sich Herausforderungen stellen, die nicht nur die Phantasie anregen, sondern auch zum Nachdenken anregen über die Bedeutung von Erinnerungen und Träumen in einer zunehmend mechanisierten Welt.
Das Stück verbindet Elemente der Science-Fiction mit Gaming und zieht Parallelen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Science-Fiction hat immer schon als Spiegel der Gesellschaft gedient, reflektiert Ängste, Hoffnungen und den Glauben an den Fortschritt. Werke wie „Star Wars“ oder „Wall-E“ zeigen, wie wichtig es ist, die Verbindung zur eigenen Menschlichkeit nicht zu verlieren. „Die große Entwunderung des Wilbur Whittaker“ fügt sich in diese Tradition ein und lädt das Publikum ein, sich zu fragen: Was passiert mit unseren Träumen, wenn wir sie vergessen? Geht die Welt unter, wenn wir aufhören, zu träumen?
In einer Zeit, in der technische Wunder und gesellschaftliche Krisen unser Leben prägen, ist es erfrischend, auf ein Stück zu stoßen, das die Fantasie anregt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Die Vorstellung, dass Wunder und Kindheitsfantasien so wichtig sind, um das Gleichgewicht des Universums zu wahren, könnte nicht aktueller sein. Wenn Wilbur und Prinzessin Fantastic auf der Bühne stehen, wird das Publikum nicht nur unterhalten, sondern auch auf eine Reise in die eigene Vergangenheit und die eigenen Träume mitgenommen. Und wer weiß, vielleicht wird der ein oder andere Zuschauer inspiriert, wieder in den Karton unter dem Bett zu schauen.