Heute ist der 25.06.2026 und wir haben großartige Neuigkeiten: Philippe Sands, ein französisch-britischer Menschenrechtsanwalt und Jurist, wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet! Diese Ehrung ist nicht nur ein hübsches Stückchen Gold, sondern ein Zeichen für seinen unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Völkerrecht. Und das ist in einer Zeit, in der solche Werte oft auf der Strecke bleiben, mehr als nur erwähnenswert.

Der Preis, der mit 25.000 Euro dotiert ist, wird traditionell am Abschluss der Frankfurter Buchmesse verliehen – in diesem Jahr am 11. Oktober. Sebastian Guggolz, der Vorsteher des Börsenvereins, hat in seiner Laudatio besonders Sands‘ bewegende Familiengeschichte betont. Als Nachkomme von Holocaustüberlebenden bringt er eine ganz eigene Perspektive in seine Arbeit ein. Diese Geschichte ist nicht nur ein Teil von ihm, sie formt seine Sicht auf das Völkerrecht und die dunklen Kapitel der Menschheitsgeschichte. Sands zeigt eindrucksvoll, was hinter den Begriffen wie „Genozid“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ steckt. Man kann sich kaum vorstellen, wie tief solche Erfahrungen im Menschen verankert sind.

Ein Kämpfer für die Menschenrechte

Philippe Sands ist nicht irgendein Anwalt. Er hat an bedeutenden Verfahren des internationalen Rechts mitgewirkt und sich für die Rechte von Palästinensern und Rohingya eingesetzt. Besonders spannend ist, dass er in den letzten Jahren gemeinsam mit anderen Juristen den Tatbestand des „Ökozids“ entwickelt hat. Dabei geht es um die Verantwortung für die globale Erderwärmung – ein Thema, das uns alle angeht. Wer könnte sich da nicht eine gehörige Portion Mut wünschen, um endlich etwas zu bewegen?

Seine literarischen Werke sind ebenso bemerkenswert. Seit 2016 verbindet Sands in seinen Büchern persönliche Geschichten mit Fragen des Völkerrechts – eine gelungene Mischung aus Juristerei und Literatur. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählen „Rückkehr nach Lemberg“ (2018) und „Die letzte Kolonie“ (2023). Mit seiner Schreibweise zieht er die Leser in seinen Bann. Man könnte sagen, er hat die Fähigkeit, trockene juristische Themen lebendig werden zu lassen.

Ein Wegweiser in dunklen Zeiten

Sands’ Einfluss reicht weit über die Gerichtssäle hinaus. Die Jury des Friedenspreises bezeichnet ihn als „eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen unserer Zeit“. Und das ist nicht übertrieben. Er hat sogar Gambia im Verfahren gegen Myanmar unterstützt, um Gerechtigkeit für die Rohingya zu erlangen. In einer Zeit, in der die Menschenrechte oft nur ein Lippenbekenntnis sind, ist es ermutigend, solche Stimmen zu hören.

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Ein bisschen Ironie kann auch nicht schaden: Während andere in der Welt der Politik oft mit großen Worten um sich werfen, steht Sands für das, was er sagt. Er hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den British Book Award und den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis. Und jetzt der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – die Liste wird immer länger!

Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass Menschen wie Philippe Sands für eine gerechtere Welt kämpfen. Und in einer Zeit, in der der Frieden oft wie ein ferner Traum erscheint, können wir alle von seinem Engagement lernen. Es bleibt abzuwarten, welche Impulse er nach der Preisverleihung setzen wird – denn eines ist sicher: Er wird nicht stillstehen.