Stauchaos und Baustellen: So meistern Sie die Reisezeit in den Sommerferien
Heute ist der 11.07.2026 und die Straßen in Deutschland füllen sich zusehends mit reisewütigen Urlaubern. 13 Bundesländer haben bereits die Sommerferien eingeläutet und die Autobahnen stehen vor einer wahren Herausforderung. Der ADAC rechnet mit dichtem Reiseverkehr auf zahlreichen Strecken. Vor allem am Freitagnachmittag, wenn die ersten Urlauber nach Schulschluss und Feierabend ihre Reise antreten, wird es eng. Aber auch am Samstagvormittag und am Sonntagnachmittag müssen Reisende mit hohem Verkehrsaufkommen rechnen, wenn die Rückkehrer aus ihren Kurztrips unterwegs sind.
Rund 1.000 Baustellen und einige Vollsperrungen könnten das Vorankommen zusätzlich erschweren. Reisende aus den Niederlanden und Skandinavien nutzen Deutschland als Transitland, was die Sache nicht einfacher macht. Besonders betroffen sind Autobahnen wie die A1 von Fehmarn über Lübeck bis nach Köln, die A3 von Oberhausen bis nach Passau und die A7, die von Flensburg bis nach Füssen führt. Diese Strecken sollten Sie unbedingt im Hinterkopf behalten, wenn Sie planen, die bayerischen Alpen oder die Nordsee zu besuchen.
Vollsperrungen und Baustellen
Besonders knifflig wird es auf der A4 zwischen Kreuz Kerpen und Kreuz Köln-West, wo von Freitagabend bis Montagmorgen in beide Richtungen gesperrt wird. Die A1 bei Osnabrück ist ebenfalls in beiden Fahrtrichtungen manchmal nicht befahrbar. Zudem sind kurzfristige Reparaturen an Fahrbahnen nach der Hitzewelle möglich, was die Stausituation weiter verschärfen könnte. Und auch in Tirol gibt es an Samstagen, Sonn- und Feiertagen zwischen 7:00 und 19:00 Uhr Abfahrtssperren in mehreren Bezirken. Das macht es für viele Lkw-Fahrer nicht einfacher, denn montags und mittwochs wird auf der A93 eine Blockabfertigung für Lkw-Verkehr durchgeführt.
In Europa sieht es ähnlich aus. Die Sommerferien haben in vielen Ländern begonnen, was zu einer hohen Stauprognose führt. Besonders belastete Strecken in Österreich sind die A1, A10 und A12, während in der Schweiz die Gotthard-Route stark frequentiert wird. In Italien sind die A22 (Brennerroute) sowie die A7 und A9 (Mailand–Genua) besonders staugefährdet. Es könnte also sein, dass man nicht nur in Deutschland, sondern auch in unseren Nachbarländern Geduld aufbringen muss.
Verzögerungen an den Grenzen
Wer jetzt denkt, er könnte schnell an die Küste oder in die Berge kommen, sollte auch die verstärkten Grenzkontrollen an den deutschen Außengrenzen im Hinterkopf haben. Seit Mai 2025 sind diese Maßnahmen in Kraft und können zu längeren Wartezeiten an Übergängen auf der A3, A8, A93 und A4 führen. Hier ist es ratsam, genug Zeit einzuplanen, um den Stress am Wochenende zu vermeiden.
Ein kleiner Tipp am Rande: Um die Spritkosten im Rahmen zu halten, lohnt sich der Blick auf eine Spritpreis-App. So können Sie beim Tanken im Vorfeld einige Euro sparen – das tut gut, besonders in der Urlaubszeit!
Die perfekte Reisezeit?
Wenn Sie die Möglichkeit haben, dann planen Sie Ihre Reisen zwischen Dienstag und Donnerstag oder sogar nachts. So können Sie den größten Staus aus dem Weg gehen. Denn die schlimmsten Staubildungen finden immer noch am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag statt. Und denken Sie daran, bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse zu bilden – die Bußgelder können bis zu 320 Euro betragen, und das wäre ja wirklich unnötig.
Die Sommerferien sind eine Zeit der Freiheit und des Reisens, aber sie bringen auch Herausforderungen mit sich. Ob Sie an die Küste, in die Berge oder einfach nur zu Freunden fahren, seien Sie vorbereitet und genießen Sie die Zeit auf der Straße. Gute Reise!
