In Frankfurt (Oder) wird das musikalische Leben in den Wohnquartieren wieder aufblühen! Vom 15. bis 19. Juni 2026 geht das Projekt „Treppenhausmusik“ in seine zweite Runde. Die Initiative, die von der Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) und der WohnBau Frankfurt (Oder) eG ins Leben gerufen wurde, verwandelt Wohnhäuser, Balkone und Innenhöfe in lebendige Konzertbühnen. Ein ganz besonderes Augenmerk gilt dabei Menschen mit eingeschränkter Mobilität und all jenen, die kulturelle Angebote direkt in ihrem Lebensumfeld bevorzugen.
Die Idee hinter „Treppenhausmusik“ ist so einfach wie genial: Musiker treten nicht auf herkömmlichen Bühnen auf, sondern zaubern akustische Klänge in Treppenhäuser, Höfen und auf Balkonen. Dies schafft nicht nur ein einzigartiges Klangerlebnis, sondern fördert auch den sozialen Austausch innerhalb der Nachbarschaften. Um das Angebot zu erweitern, wurde eine neue Partnerschaft mit der WohnBau Frankfurt (Oder) eG gegründet. Ziel ist es, zusätzliche Wohnstandorte zu erschließen und somit die kulturelle Teilhabe weiter zu fördern.
Mitmachen und Teil der Musikszene werden
Engagierte Künstler, Bands, Chöre, Solisten und kreative Performance-Acts sind herzlich eingeladen, Teil dieser musikalischen Initiative zu werden. Gesucht werden sowohl Akustikklänge als auch Gesang und Instrumentalmusik. Die Anmeldung für interessierte Musiker ist bis zum 15. Mai 2026 möglich. Wer sich anmelden möchte, kann dies über die Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) bei Elaine Ullmann oder über die WohnBau Frankfurt (Oder) bei Regina Haring tun. Die Kontaktdaten sind: Telefon: 0151 6268 2944 (WOWI) und 0335 6830-355 (WohnBau).
Doch was bedeutet kulturelle Teilhabe eigentlich? Laut der Bundeszentrale für politische Bildung ist sie ein UN-Menschenrecht und umfasst alles von alltäglichen Aktivitäten bis hin zu Freizeitgestaltung. In Deutschland wird Kultur oft auf hochkulturelle, staatlich geförderte Angebote beschränkt, die häufig von besser gebildeten und wohlhabenden Menschen genutzt werden. Das Projekt „Treppenhausmusik“ setzt dem entgegen, indem es die kulturelle Bildung für alle zugänglich macht und soziale Integration sowie Identität fördert.
Kulturelle Teilhabe für alle
Das Ziel der kulturellen Teilhabe ist nicht nur die Förderung von Kunst und Musik, sondern auch die Stärkung der Gemeinschaft und des sozialen Zusammenhalts. Studien zeigen, dass ein Großteil der Bevölkerung kulturelle Angebote schätzt und für wichtig erachtet. So glauben 81% der Bürger:innen, dass Kulturangebote die Demokratie fördern. Das Projekt „Treppenhausmusik“ trägt dazu bei, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern.
In einer Welt, in der kulturelle Teilhabe oft als Privileg angesehen wird, setzt die „Treppenhausmusik“ ein Zeichen für Inklusion und Barrierefreiheit. Sie zeigt, dass Kultur in den Alltag integriert werden kann und soll, und lädt alle ein, sich aktiv an dieser bunten musikalischen Nachbarschaft zu beteiligen. Schauen wir also gespannt auf die kommenden Konzerte und genießen wir die Klänge, die unsere Wohnräume in eine lebendige Konzertbühne verwandeln!