In Brandenburg gibt es einen neuen Ausbruch der Vogelgrippe, der die Geflügelbestände stark betrifft. Rund 20.000 Pekingenten in einem Geflügelbetrieb im Landkreis Märkisch-Oderland sind betroffen, und alle Tiere müssen gekeult werden. Der betroffene Betrieb befindet sich in Altlangsow bei Seelow. Um die Ausbreitung der gefährlichen Tierseuche einzudämmen, wurde eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern um die Ausbruchsstelle eingerichtet, ergänzt durch eine Überwachungszone von zehn Kilometern. Geflügelhalter in diesen Zonen sind nun verpflichtet, strenge Auflagen zu beachten, darunter eine Stallpflicht für ihre Tiere, wie das Jäger Magazin berichtet.

Die Situation in Märkisch-Oderland ist nicht neu. Bereits Ende Januar mussten dort 18.000 Puten in Gorgast aufgrund eines vorherigen Ausbruchs getötet werden. Im Februar kam es zudem zu einem weiteren Ausbruch im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, wo etwa 13.500 Puten betroffen waren. Insgesamt wurden seit Herbst 2025 in Brandenburg 18 offiziell registrierte Fälle der Geflügelpest gemeldet, was zur Tötung von über 250.000 Tieren führte. Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine hochansteckende Krankheit, die vor allem für viele Vogel- und Geflügelarten tödlich verläuft. Wildvögel können das Virus H5N1 in große Geflügelbetriebe einschleppen und stellen somit ein weiteres Risiko dar. Diese Ausbrüche haben nicht nur gravierende Auswirkungen auf die Bestände, sondern auch auf die wirtschaftliche Situation der betroffenen Betriebe, wie auch der Tagesspiegel anmerkt.

Die aktuelle Lage in Deutschland

Die Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland zeigt sich in alarmierenden Zahlen. Seit Mitte Oktober 2023 wurden in sieben Bundesländern Fälle gemeldet, und die Situation hat sich besonders unter Kranichen verschärft. Ungefähr 2.000 Kraniche sind während ihres Zuges nach Süden verendet, und in Nordbrandenburg wurden fast 1.000 tot aufgefunden. Auch in anderen Bundesländern wie Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurden zahlreiche Tiere gekeult, darunter über 150.000 Legehennen und 20.500 Puten in Niedersachsen. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat das Risiko für Wasservögel und Geflügelbestände als hoch eingestuft und es wird von einem bisher nicht gekannten Ausmaß der Ausbreitung berichtet, was für die Tierhalter in Deutschland besorgniserregend ist.

Die zuständigen Agrarminister beraten sich regelmäßig, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Wichtige Schritte sind unter anderem das schnelle Einsammeln und die sichere Entsorgung von toten Wildvögeln sowie die strikte Einhaltung von Hygienebestimmungen. Obwohl die Vogelgrippe ernst zu nehmen ist, betont die FLI-Präsidentin Christa Kühn, dass die Ausbreitung noch abwendbar sei und für die Bevölkerung kein besonderes Risiko besteht. Es bleibt zu hoffen, dass die ergriffenen Maßnahmen schnell Wirkung zeigen und die Ausbreitung der Vogelgrippe eingedämmt werden kann.