Heute ist der 19.04.2026. In Seelow wird ein ganz besonderes Gedenken zelebriert. Heike Mildner, eine engagierte Musikerin aus Lietzen, hat sich auf den Krugberg am Rand des Oderbruchs begeben, um zum Sonnenaufgang einen Gong zu schlagen. Diese Aktion dauert bis zum Abend und erinnert an die Schlacht um die Seelower Höhen, die im April 1945 stattfand und als die schwerste Bodenoffensive des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden gilt. In diesem Jahr jährt sich die Schlacht zum 81. Mal, und mehr als 200 Menschen nahmen 2025 an der Gong-Aktion teil.

Die Teilnehmer sind eingeladen, den Gong in verschiedenen Intensitäten zu schlagen und können ihn je nach Windrichtung von Weitem hören. Mildner legt großen Wert darauf, dass die Aktion eine Form des Gedenkens darstellt, unabhängig von politischen Diskussionen um das Gedenken. Sie betont, dass Gedenken eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung ist – nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft.

Ein Ort des Gedenkens und der Begegnung

Für die Gong-Aktion wird auf dem Krugberg eine einladende Atmosphäre geschaffen. Sitzgelegenheiten und Möglichkeiten zum Austausch stehen bereit, und der Krugberg-Verein Werbig unterstützt die Veranstaltung mit Zelten und weiteren Angeboten. Die Straße zum Krugberg soll bis zur Veranstaltung einspurig befahrbar sein, wobei eine Bauampel eingeplant werden muss. Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann Heike Mildner unter der E-Mail-Adresse mildnerhei@gmx.de oder telefonisch unter 0173 433 75 25 erreichen.

Die Bedeutung solcher Gedenkaktionen wird auch durch andere Veranstaltungen deutlich. Im polnischen Oswiecim, wo der Holocaust große Schatten wirft, werden während des jährlichen „Marsch der Lebenden“ Schilder aufgestellt, die an die Opfer des Holocaust erinnern. Diese verschiedenen Facetten des Gedenkens sind nicht nur wichtig, um die Vergangenheit zu würdigen, sondern auch, um die Werte von Toleranz und Menschlichkeit in der Gegenwart zu fördern.

Starke Frauen und neue Wege im Sport

Während in Seelow der Gong ertönt, gibt es auch erfreuliche Neuigkeiten im Bereich des Sports. Marie-Louise Eta wird als neue Trainerin der Herrenmannschaft beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin bekannt gegeben. Dies ist ein weiterer Schritt in der Förderung von Frauen im Sport, der zeigt, dass Vielfalt und Gleichstellung auch in traditionell männlich dominierten Bereichen Einzug halten. Solche Entwicklungen sind nicht nur ein Zeichen des Wandels, sondern auch eine Inspiration für viele junge Frauen, ihre Träume zu verfolgen.

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In dieser Zeit des Gedenkens ist es wichtig, die Stimmen derjenigen zu hören, die für Frieden und Freiheit eintreten. Gisele Pelicot wird in Middelburg (Niederlande) mit dem Freedom from Fear Award ausgezeichnet, was zeigt, dass der Kampf für Menschenrechte und gegen Angst ein globales Anliegen ist. Es ist ermutigend zu sehen, wie starke Frauen in verschiedenen Bereichen mutig für ihre Überzeugungen eintreten.

Ein Blick auf die Erinnerungskultur

In Deutschland hat sich die Erinnerungskultur seit den 1980er Jahren stark gewandelt. Gedenktage wie der 27. Januar, der gesetzlich als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus verankert ist, sind heute wichtiger denn je. Die Diskussion über die Form und den Zweck von Gedenktagen bleibt relevant, da immer wieder neue Perspektiven und Ansätze gesucht werden, um das Gedenken lebendig zu halten. Gedenkstätten spielen hierbei eine zentrale Rolle, indem sie Kontextwissen vermitteln und historisch-politische Bildung fördern.

Die Herausforderungen, die sich aus dem Gedenken an die Vergangenheit ergeben, sind nicht zu unterschätzen. Antisemitismus und rassistische Übergriffe sind Themen, die in der Gesellschaft immer noch präsent sind. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Gedenkaktionen wie die von Heike Mildner nicht nur eine Erinnerung an die Toten sind, sondern auch einen Raum für Dialog und Reflexion bieten.

In diesem Sinne lädt die Gong-Aktion auf dem Krugberg nicht nur zur Erinnerung ein, sondern auch zur aktiven Auseinandersetzung mit unserer Geschichte und der Verantwortung, die wir für die Zukunft tragen. Es ist ein Aufruf, die Lehren aus der Vergangenheit in unser heutiges Handeln einzubeziehen und für eine gerechte und friedliche Gesellschaft einzutreten.