Bayerische Sprinthelden erobern Cottbus: Clara Schneider und Co. setzen neue Maßstäbe
Die Bahnrad-Europameisterschaften in Cottbus haben mal wieder für Furore gesorgt. Gerade in der Heimat der erfolgreichen Athleten, Brandenburg, kann man sich echt freuen – vor allem über die großartigen Leistungen von Clara Schneider aus Finsterwalde. Die junge Athletin hat sich gleich doppelt in die Geschichtsbücher eingetragen und wurde zur Europameisterin im U23-Keirin und im U23-Sprint gekrönt. Und das, obwohl sie nur fünf Stunden Schlaf vor dem Wettkampf hatte! Man fragt sich, wie sie das geschafft hat – der Adrenalinrausch? Vielleicht die Vorfreude auf den großen Tag? Eine weitere Medaille gab es für sie im Teamsprint, wo sie zusammen mit dem Nationalteam Silber holte.
Doch Clara ist nicht die Einzige, die glänzen konnte. Leon Resag vom RSV Einheit Lübben durfte sich über Gold im Zweiermannschaftsfahren und Silber im U19-Punktefahren freuen. Lara Colberg vom 1. RSC Strausberg sicherte sich den zweiten Platz im U19-Keirin. Deutschland insgesamt zeigte sich bei dieser EM stark und konnte mit 19 Medaillen – 9 Gold, 6 Silber und 4 Bronze – glänzen. Sportdirektor Patrick Moster war sichtlich zufrieden mit der Ausbeute. Es ist schon beeindruckend, wie stark die deutsche Mannschaft aufgestellt ist.
Goldene Zeiten für die deutsche Sprintmannschaft
Nach den Erfolgen in Cottbus geht die Reise für die deutschen Sprinterinnen weiter – und zwar nach Konya in die Türkei. Dort fanden am 01.02.2026 die Bahnrad-Europameisterschaften statt, wo das Team um Pauline Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Clara Schneider das begehrte Gold im Teamsprint errang. Der Triumph war denkbar knapp: Mit nur drei Tausendsteln Vorsprung siegten sie vor Großbritannien! Eine Leistung, die nicht nur die Herzen der Fans höherschlagen ließ, sondern auch Bundestrainer Jan van Eijden dazu bewegte, Grabosch für ihre bemerkenswerte Leistung zu loben.
Das deutsche Team konnte noch mehr Medaillen sammeln. Tim Torn Teutenberg, 23 Jahre alt, holte Silber im Ausscheidungsfahren und war sichtlich stolz darauf. Er hofft auf weitere Erfolge, besonders im Madison, wo er mit Roger Kluge antreten wird. Währenddessen belegten die Männer im Teamsprint einen soliden fünften Platz, während die Frauen im 4000-Meter-Mannschaftszeitfahren die schnellste Zeit fuhren. Es bleibt spannend, wie sich die deutschen Athleten in den kommenden Wettkämpfen schlagen werden.
Cottbus im Fokus der Bahnradsport-Nachwuchs
Ein weiterer Grund zur Freude für die Radsportfans in Deutschland: Die kommenden Europameisterschaften der Nachwuchsklassen U23 und U19 werden 2026 im Lausitz-Velodrom in Cottbus stattfinden. Diese Entscheidung ist besonders, da Cottbus Tel Aviv als Gastgeber ersetzt hat – ein kluger Schachzug angesichts der aktuellen Sicherheitslage in Israel. Die Veranstaltung wird vom 7. bis 12. Juli 2026 ausgetragen und verspricht spannende Wettkämpfe mit 44 Entscheidungen an den sechs Wettkampftagen.
Die letzte EM in Cottbus im Jahr 2024 war ein voller Erfolg. Über 400 Sportlerinnen und Sportler aus 29 Nationen nahmen teil, darunter auch zukünftige Olympiateilnehmer wie Luca Spiegel und Tim Wafler. Die Nationenwertung gewann damals Großbritannien, was zeigt, wie hart umkämpft die Medaillen sind. Aber die Hoffnung bleibt, dass die deutschen Athleten auch in Zukunft für Furore sorgen und die Medaillen nach Hause bringen.
