In der neuesten Folge der beliebten Trödelshow „Bares für Rares“ (ZDF) sorgten Eberhard und Daniela aus Strausberg für ordentlich Furore, nicht zuletzt, weil sie Horst Lichter sogar zum Tanzen brachten! Was die beiden mitbrachten, war nicht einfach nur ein Sammlerstück, sondern eine „Mistkäfer-Brosche“, die eine schillernde Geschichte zu erzählen hat. Diese rund 100 Jahre alte Brosche, gefertigt aus 585er Gold und echten Käferflügeldecken, sollte in der DDR eingeschmolzen werden. Aber die beiden Verkäufer hatten andere Pläne und bewahrten das Schmuckstück vor dem Schicksal der Schmelze.
Die Geschichte hinter der Brosche ist fast ebenso faszinierend wie die Brosche selbst. Eberhard erzählte, wie seine Mutter in den 1970er Jahren Schmuck sammelte, um einen Ehering für ihn anfertigen zu lassen. Der Schmuck, der von einer Freundin seiner Mutter aus West-Berlin stammte, war einfach zu schade zum Einschmelzen. Beim Aufwerten der Brosche nahm Eberhard die Sache selbst in die Hand und setzte einen Karneolstein in die Mitte ein, anstatt sie professionell restaurieren zu lassen. Ehrlich gesagt, das ist ja schon mal eine kreative Lösung!
Ein großer Auftritt
Die Expertin Heide Rezepa-Zabel war ebenfalls beeindruckt und datierte die Brosche auf etwa 1900 bis 1910. Sie erklärte, dass die Skarabäen im alten Ägypten als Symbol für den Kreislauf des Lebens galten, was der Brosche eine noch tiefere Bedeutung verleiht. Der Schätzwert lag bei 250 Euro, wobei allein der Goldwert bereits bei etwa 230 Euro lag. Im Händlerraum wurde die Brosche regelrecht umkämpft: Walter Lehnertz begann mit einem Gebot von 80 Euro, gefolgt von Wolfgang Pauritsch, der 200 Euro bot. Elisabeth Nüdling und Fabian Kahl schalteten sich später ein, und am Ende bekam Kahl die Brosche für 270 Euro – ein echt guter Deal, wenn man bedenkt, dass der Verkäufer ursprünglich 200 Euro wollte!
Was diese Show so besonders macht, sind nicht nur die Schätze, die vorgestellt werden, sondern auch die Geschichten, die sich dahinter verbergen. Eberhard freute sich sichtlich über die positive Resonanz auf seinen eingesetzten Stein. Die Händler lobten nicht nur die kreative Reparatur, sondern auch die emotionale Verbindung, die die beiden zu diesem Stück hatten. Es ist einfach schön zu sehen, wie alte Erinnerungen und neue Abenteuer in solch einem Stück Schmuck zusammenfließen.
Ein Blick über den Tellerrand
Aber das ist noch lange nicht alles, was in der Sendung zu sehen war. Unter anderem gab es eine Stummfilm-Kamera von 1921 bis 1929, die für 420 Euro verkauft wurde. Auch eine Jugendstil-Vase von 1906 fand ihren neuen Besitzer für 1.000 Euro. Und nicht zu vergessen: ein Granatschmuck-Set aus Nordböhmen, geschätzt auf 350 bis 400 Euro, wechselte für 210 Euro den Besitzer. Eine Leuchte von Artemide aus den frühen 1990er Jahren fand für 200 Euro einen Käufer, obwohl sie mit 300 bis 400 Euro geschätzt wurde. Man merkt, die Händler sind immer bereit, ein gutes Geschäft zu machen!
In diesem Zusammenhang könnte man auch die Munich Show erwähnen, die eine Plattform für Kunst- und Antiquitätenliebhaber bietet. Hier haben Besucher die Möglichkeit, ihre Schmuckstücke und Edelsteine fachkundig bewerten zu lassen. Der Kunst- und Antiquitätenhandel hat so viel mehr zu bieten als nur Zahlen und Fakten. Es geht auch um die Geschichten und die Erfahrungen, die durch die Jahre hindurch gesammelt wurden. Vielleicht wird auch bei der nächsten Messe ein Stück Geschichte aufgetan, ähnlich wie bei Eberhard und Daniela! Wer weiß, was noch alles zum Vorschein kommt – die Welt der Antiquitäten ist schließlich voller Überraschungen und Schätze, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.