Heute, am 19. Mai 2026, ist in Eisenhüttenstadt allerhand los. Hier hat das Probewohnen begonnen – ein spannendes Projekt, das gleich vier Wochen dauert! Fünf mutige Teilnehmer aus Berlin, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben sich aufgemacht, um die Stadt kennenzulernen. Ein Paar, eine Rentnerin, ein Familienvater und ein Single – jeder mit seinen eigenen Erwartungen und Hoffnungen. Sie alle wollen herausfinden, ob Eisenhüttenstadt ihr neuer Lebensmittelpunkt werden kann.
Der Bürgermeister, Marko Henke, hieß die Gruppe persönlich willkommen und gab ihnen gleich einen ersten Einblick in das Leben hier. Geplant sind viele Aktivitäten: Stammtischrunden, Praktika und Gespräche mit regionalen Unternehmen, um die Stadt wirklich zu erleben. Und das Beste? Jeder Teilnehmer soll seinen Lieblingsplatz in der Stadt fotografieren und beschreiben. Wer weiß, vielleicht entdecken sie ja das verborgene Potenzial dieser ehemaligen sozialistischen Musterstadt der DDR?
Ein Blick in die Vergangenheit
Wussten Sie, dass Tom Hanks im Jahr 2011 Eisenhüttenstadt ins Gespräch brachte? Ja, genau! Diese Stadt, die einst über 50.000 Einwohner hatte und ein Zentrum der ostdeutschen Stahlproduktion war, hat heute nur noch etwa 24.000 Einwohner. Ein schmerzlicher Rückgang, der nicht nur die Stadt, sondern auch die Region betrifft. Ein Grund mehr für solche Initiativen wie das Probewohnen, um gegen Bevölkerungsschwund und Fachkräftemangel anzukämpfen. So gingen rund 2.000 Bewerbungen ein – auch aus dem Ausland. Das Interesse ist riesig!
Die ersten beiden Probewohner, die IT-Beraterin Melanie Henniger und der Dokumentarfilmer Jonas Brander, waren bereits vorab da und berichteten von einer herzlichen Aufnahme. Sie fanden die Zeit jedoch viel zu kurz, um den Alltag hier wirklich zu erfassen. Melanie war begeistert von den kurzen Wegen und der Sauberkeit, aber sie stellte auch fest, dass es manchmal etwas zu ruhig war. Jonas sah hingegen das große Potenzial der Stadt. Das klingt doch vielversprechend, oder?
Erfolgreiche erste Runde
Die Stadt selbst wertet das erste Probewohnen als Erfolg. Drei neue Mietverträge wurden abgeschlossen – das ist doch ein Zeichen, dass die Mission, die Stadt wieder attraktiver zu machen, auf dem richtigen Weg ist. In Eisenhüttenstadt stehen zahlreiche Wohnungen leer, und die Hoffnung ist, dass sich das mit solchen Projekten ändert. Ähnliche Probewohnen-Initiativen gibt es auch in anderen Kommunen Brandenburgs, wie Guben und Eberswalde. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt.
Ein nächster Durchgang des Probewohnens in Eisenhüttenstadt ist bereits für 2026 geplant. Die Stadt bleibt also am Ball und bietet weiterhin die Möglichkeit, ihre Vorzüge zu entdecken. Vielleicht wird ja der eine oder andere Teilnehmer zum neuen Eisenhüttenstädter – und wenn nicht, bleibt hoffentlich die Erinnerung an eine spannende Zeit und eine herzliche Aufnahme.