In Müllrose und Kaisermühl wird’s bald ziemlich trocken – und das nicht wegen der Hitze! Vom 15. auf den 16. Juli, genauer gesagt zwischen 21 und 4 Uhr, wird die Trinkwasserversorgung für mehrere Stunden unterbrochen. Das hat die Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH (FWA) angekündigt. Der Grund? Bauarbeiten an der Hauptversorgungsleitung. Das betrifft alle Straßen in beiden Orten. Ein bisschen Planung ist hier also gefragt!

Die Anwohner werden gebeten, sich rechtzeitig mit Trinkwasser einzudecken und auch die Toilettenspülung im Hinterkopf zu haben – also Behälter füllen nicht vergessen! Nach der Wiederinbetriebnahme könnte das Wasser trüb oder verfärbt sein. Ein kleiner Tipp: Vor dem Genuss und beim Waschen von weißer Wäsche lieber einen Blick darauf werfen. Und hey, teilt die Infos auch mit Nachbarn und vor allem älteren Menschen, die vielleicht nicht so schnell auf dem Laufenden sind.

Notfall-Tipps für die Trinkwasserversorgung

Wusstet ihr, dass der Bund über 5.200 Trinkwassernotbrunnen und -quellen eingerichtet hat? Diese Notbrunnen sind eine Art Lebensretter, wenn die öffentliche Wasserversorgung ausfällt. In der Regel sind sie in Wohngebieten von Großstädten und Ballungsräumen zu finden und sind so platziert, dass man sie leicht erreichen kann. Es ist schon beruhigend zu wissen, dass es solche Möglichkeiten gibt, oder? Die Qualität des Wassers wird regelmäßig überprüft, und die Instandhaltungsarbeiten werden durch Fachbetriebe organisiert. Im Notfall kann man das Wasser über Zapfstellen abholen. Übrigens: Um sicherzustellen, dass nichts schiefgeht, werden dem Wasser, das aus diesen Brunnen kommt, Desinfektionstabletten beigemischt. Sicherheit geht vor!

Die Schulung von Fachpersonal für Planung und Betrieb dieser Notbrunnen findet an der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) statt. Das klingt schon nach einer wichtigen Aufgabe, die da auf den Schultern der Fachkräfte lastet. So sind wir im Ernstfall gut vorbereitet. Schließlich haben bereits Übungen zur Trinkwassernotversorgung in Großstädten stattgefunden, um die Abläufe zu testen. Man kann nie vorsichtig genug sein, oder?

Der Water-Safety-Plan: Ein Schutz für unser Wasser

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der Water-Safety-Plan (WSP), den die WHO bereits 2003 empfohlen hat. Er ist ein umfassendes Risikomanagementsystem für die Trinkwasserversorgung. Das Ziel? Risiken vom Einzugsgebiet bis zum Zapfhahn systematisch zu ermitteln und zu steuern. Es ist ein bisschen wie ein Sicherheitsnetz, das uns vor unliebsamen Überraschungen schützt. Es spielt keine Rolle, ob es sich um große oder kleine Wasserversorgungen handelt – der WSP-Ansatz ist universell anwendbar.

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Im Jahr 2013 wurde dieser Ansatz in Europa sogar durch die DIN-EN 15975-2 aufgegriffen. Letztendlich wurde das Risikomanagement in der Neufassung der Trinkwasserverordnung 2023 rechtlich verankert. Es hilft, Schwachstellen im System zu erkennen und zu beseitigen. So wird die Sicherheit unserer Wasserversorgung gestärkt. Ein gut funktionierendes Risikomanagement verbessert nicht nur die interne Kommunikation, sondern liefert auch eine solide Grundlage für künftige Verbesserungen.