Pendler-Albtraum: Wenn die Züge nicht mehr fahren wollen
Heute ist der 28.06.2026 und wir schauen uns mal die Situation für Pendler in der Region genauer an. Die Baustelle der RE1 in Berlin hat sich zu einem echten Albtraum entwickelt. Zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof geht bis Dezember 2026 gar nichts mehr. Wer aus Frankfurt (Oder) kommt, muss sich damit abfinden, dass die Züge meist in Erkner enden – und nur jeder zweite Zug schafft es bis zum Ostbahnhof. Ein echter Schock für die Pendler, denn die S-Bahn von Erkner bis zum Ostbahnhof benötigt sage und schreibe 32 Minuten, während die RE1-Fahrt nur 16 Minuten dauert! Das ist, als würde man mit dem Fahrrad zum Bäcker fahren, aber beim Einkaufen auf einmal feststellen, dass die S-Bahn gefühlt ewig braucht.
Rund 4000 Pendler sind betroffen, und die Nerven liegen blank. Das Land Brandenburg hat zwar versichert, dass alle benötigten Züge bestellt wurden, aber die Realität sieht anders aus. Informationspannen sind an der Tagesordnung – weniger Züge fahren, als ursprünglich angekündigt. Sven Hornauf, der brandenburgische Landtagsabgeordnete, hat die Nase voll und fordert eine bessere Koordination zwischen dem Land, der DB InfraGo AG und der ODEG. „Mir scheint, das Land hat einfach vergessen, die Züge und Gleisberechtigungen zu bestellen“, sagt er – was das Ministerium vehement zurückweist. Man möchte meinen, das Ganze ist ein bisschen wie ein Schachspiel, bei dem die Figuren nicht richtig auf dem Brett stehen.
Die Lage wird kompliziert
Doch das ist noch nicht alles. Die Situation wird zusätzlich durch Bauarbeiten in Berlin-Köpenick und Eichgestell sowie durch Sperrungen auf der Ostbahn (RB26) verschärft. Ein Teufelskreis! Hornauf hat sogar vorgeschlagen, einen Fachmann für die Koordination der Bauarbeiten und Fahrpläne zu engagieren. „Das ist wie ein Konzert, bei dem jeder Musiker sein eigenes Ding durchzieht und keiner auf den anderen hört“, könnte man sagen.
Die Informationen, die die Pendler erhalten, sind oft verwirrend. Auf Aushängen und der ODEG-Website stehen falsche Angaben zu den Zugverbindungen. Das ist, als würde man einem Reisenden die falsche Adresse aufschreiben – keiner findet mehr hin. Und die Anfragen zur möglichen Erhöhung der Zugverbindungen nach Ostbahnhof? Die blieben schlichtweg unbeantwortet. Die Geduld der Pendler wird auf eine harte Probe gestellt, während die Uhren in Erkner tick-tack, tick-tack, tick-tack…
ÖPNV und seine Herausforderungen
Und jetzt mal Hand aufs Herz: Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) hat es nicht leicht. Trotzdem zeigen die Zahlen, dass die Fahrgastzahlen seit 2022 wieder steigen – die Menschen holen sich ihr Leben zurück! Laut den VDV-Mitgliedsunternehmen befördern diese täglich 27 Millionen Fahrgäste mit Bus und Bahn. Das sind 18 Millionen Autofahrten, die damit eingespart werden. Ein echter Gewinn für die Umwelt, denn Busse und Bahnen haben zuletzt 11 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart. Wenn man sich das überlegt, wird klar: Der ÖPNV ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern spielt eine Schlüsselrolle in der Mobilitätswende.
2024 wurden 9,84 Milliarden Fahrgäste im ÖPNV gezählt – das sind fast 10 Milliarden Gründe, den öffentlichen Verkehr zu nutzen! Und wenn wir uns die Zahlen im Schienengüterverkehr anschauen, so transportierten die VDV-Unternehmen 270 Millionen Tonnen Güter. Das bedeutet, dass 46.000 voll beladenen Lkw auf deutschen Straßen weniger rumgurken. Und wenn man an die Sicherheit denkt: Die Fahrt mit dem Zug ist 137-mal sicherer als mit dem Pkw! Das ist doch ein Grund, sich im Zug gemütlich zurückzulehnen und die Landschaft an sich vorbeiziehen zu lassen.
Wie auch immer – die Pendler in der Region stehen vor großen Herausforderungen, und es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen bald einen Weg finden, die Situation zu verbessern. Man könnte fast sagen, dass die Gleise in Berlin mehr Fragen aufwerfen als Antworten liefern. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt – und wer weiß, vielleicht wird bald alles wieder gut!
