Heute ist der 6.05.2026 und ich sitze hier in Fürstenwalde/Spree, während der neue Bildungsminister von Brandenburg, Gordon Hoffmann, seine Tour durch die Schulen startet. Der Mann hat eine ganz schön bewegte Schulzeit hinter sich! Kaum einen Abschluss geschafft, die zehnte Klasse nur mit Mühe bestanden und sich dann über den zweiten Bildungsweg zum Studium gekämpft. Ein bisschen klingt es ja fast nach einem Hollywood-Film, oder? Und doch ist es genau diese Erfahrung, die ihn jetzt zu einem Minister macht, der den Lehrermangel in Brandenburg angehen möchte.

Sein Besuch heute an der Wilhelm-von-Türk-Schule in Potsdam und der Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt (Dosse) ist der Auftakt zu einer Reihe von Gesprächen. Gespräche mit Schulleitungen, Lehrkräften und natürlich den Schülerinnen und Schülern. Hoffmann hat sich eine „Lesen-Schreiben-Rechnen-Offensive“ auf die Fahnen geschrieben, und ich bin gespannt, welche Ideen er dabei hat. Immerhin, Lehrermangel ist ein großes Thema, das ihn beschäftigt. Und er hat nicht viel Zeit, denn die Situation ist eher angespannt.

Fernunterricht als Lösung?

In einer kürzlichen RBB-Sendung hat er darüber gesprochen, wie Brandenburg ungewöhnliche Wege gehen könnte, um dem Lehrermangel entgegenzuwirken. Fernunterricht wird als Option in Betracht gezogen – ein bisschen futuristisch, oder? Aber warum nicht, wenn es die Situation erfordert? Ein Beispiel dafür sind die Berufsschulen, wo der Unterricht in zwei Klassen gleichzeitig läuft, während nur in einer Klasse ein Lehrer anwesend ist. Ja, das klingt nach einer echten Herausforderung für alle Beteiligten.

Natürlich gibt es da auch die technischen Voraussetzungen: Kameras, Bildschirme, stabiles Internet und synchronisierte Unterrichtszeiten sind nötig. Und ganz ehrlich, das klingt nach einer Menge Arbeit, um das alles zum Laufen zu bringen. Und nicht zu vergessen – der Unterrichtsbeginn muss sich am Schülernahverkehr orientieren. In vielen Teilen Brandenburgs ist das ein echtes Problem. Ich kann mir vorstellen, dass mancher Schüler mit dem Bus erst mal eine halbe Ewigkeit unterwegs ist.

Die Personalnot und neue Pläne

Wie es aussieht, hat Brandenburg das größte Lehrerdefizit bisher. Hoffmann kann nicht garantieren, dass die Stundentafel im nächsten Schuljahr im gewohnten Umfang abgesichert werden kann. Im Haushalt 2025 wurden die Lehrerstellen um 345 Vollzeitstellen gesenkt. Ziemlich alarmierend, oder? Doch die neue SPD/CDU-Koalition plant, 250 zusätzliche Lehrerstellen zu schaffen. Es bleibt also spannend, ob das die Wende bringt.

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Hoffmann selbst hat sich als „stinkend faul“ bezeichnet – eine ehrliche Ansage! Aber vielleicht ist genau diese Ehrlichkeit das, was die Schulen jetzt brauchen. Manchmal ist es wichtig, die Realität ins Auge zu fassen, auch wenn sie nicht schön ist. Auf den Schulbesuchen wird sich zeigen, wie er die Herausforderungen angehen wird. Vielleicht bringt er frischen Wind und neue Ideen mit.

Ich werde die Entwicklungen auf jeden Fall im Auge behalten. Diese Tour könnte der erste Schritt in eine neue Richtung sein, und ich hoffe, dass die Schulen davon profitieren. Vielleicht ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen, auch wenn das bedeutet, sich auf das Abenteuer Fernunterricht einzulassen. Manchmal muss man einfach mutig sein!