Hitzewelle und Dürre: Deutschlands Kampf ums Wasser in Zeiten des Klimawandels
Die Hitzewelle rollt über Deutschland, und sie bringt alles andere als Erfrischung. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den Hitzerekord aus 2019 nun gleich zweimal überarbeitet. Wer hätte gedacht, dass wir in Neißemünde, Brandenburg, jetzt einen neuen Temperaturrekord von 41,7 Grad Celsius feiern dürfen? Auch in Baden-Württemberg sieht es nicht besser aus, wo das Thermometer in Waghäusel-Kirrlach auf 40,6 Grad kletterte. Das ist nicht einfach nur heiß – das ist gefährlich! Temperaturen über 36 Grad im Schatten bedeuten eine große Belastung für unseren Körper. Schwitzen? Fehlanzeige. Die Krankenhäuser sind überlastet, und die Zahl der Hitzetoten steigt.
Und dann sind da noch die tropischen Nächte, die über 20 Grad bringen und den Schlaf zurQual werden lassen. Mühlbauer empfiehlt, sich wenigstens mit kaltem Wasser zu erfrischen – ein wenig Baden oder Abduschen kann Wunder wirken! Was uns auch nicht entgeht: Die Nächte werden seit der Sommersonnenwende am 21. Juni länger, was vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringt. Aber auch in den kommenden Hitzeperioden sind tropische Nächte zu erwarten. Das bedeutet: Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Oberboden in großen Teilen des Südwestens, Nordrhein-Westfalen und im Osten Deutschlands bereits völlig ausgedörrt ist.
Die Dürre ist real
Im Süden Baden-Württembergs ist die Situation besonders dramatisch. Hier fehlt es dem Grundwasser an 1,5 Metern – eine extreme Dürre, die wir nicht ignorieren dürfen. Mühlbauer warnt, dass die Wasserversorgung gefährdet sein könnte. Diese Dürre ist nicht einfach nur ein Wetterphänomen, sie ist das direkte Resultat des Klimawandels, der uns immer heißere und trockenere Sommer beschert. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Auf der Nordhalbkugel sind die Hitzerekorde in den letzten Wochen geradezu explodiert: Über 40 Grad in Nordamerika, über 50 Grad in Nordwesten Chinas und sogar 45 Grad in Spanien und 46 Grad in Italien.
In Deutschland war der 15. Juli 2023 der heißeste Tag des Jahres mit 38,8 Grad in Erlangen, Bayern. An solchen Tagen fragt man sich, wie lange unser Planet diesen Stress noch aushält. 2022 war bereits das sonnigste und wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen, mit über 17 Tagen über 30 Grad. Die Durchschnittstemperatur lag 2,3 Grad über dem Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990. Neun der zehn wärmsten Jahre in Deutschland liegen im 21. Jahrhundert – ein besorgniserregender Trend!
Die Wasserversorgung in Gefahr
Die Trinkwasserversorgung steht in einigen deutschen Kommunen bereits auf der Kippe. In Taunus hat man es schon hautnah erlebt, als die Wasserversorgung beinahe zusammenbrach. Italien hat 2022 einen Dürre-Notstand verhängt und Nothilfen gezahlt, während in Frankreich Tanklaster bereitgestellt wurden, um die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen. Das klingt wie aus einem schlechten Film, oder? Aber es ist Realität. Starkregen kann zwar Überschwemmungen bringen, wie im Mai 2023 in Norditalien, doch die Dürreperioden bleiben eine ständige Bedrohung.
Wir alle müssen uns fragen, wie wir mit diesem kostbaren Gut Wasser umgehen. Städte und Gemeinden sind gefordert, sich auf diese Extremwetterlagen vorzubereiten. „Schwammstadtkonzepte“ könnten dabei helfen: Flächen entsiegeln, Dächer und Fassaden begrünen, Regenwasser zurückhalten und nutzen. Es wird Zeit, dass wir uns anpassen und lernen, mit den Launen der Natur besser umzugehen. Der Wasserversorger muss in den nächsten zehn Jahren zwischen 3,2 und 13,5 Milliarden Euro für klimawandelbedingte Investitionen aufbringen – eine gewaltige Summe, die nur mit öffentlicher Unterstützung zu stemmen ist.
Ein sorgfältiger Umgang mit Wasser ist besonders in Zeiten wie diesen unerlässlich. Die Landwirtschaft könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie effizientere Beregnungsmethoden wie die Tröpfchenbewässerung einführt. Es ist an der Zeit, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen, die Wasserressourcen zu schonen. Ob jung oder alt, jeder kann etwas bewirken. Die Zukunft unseres Wassers liegt in unseren Händen.
