Im Herzen von Brandenburg, genauer gesagt in Neuzelle, blüht etwas Erstaunliches auf. Die Mönche des Zisterzienserordens, der seit über 900 Jahren in Europa aktiv ist, machen von sich reden. Man könnte sagen, sie haben ein bemerkenswertes Comeback hingelegt! Es ist nicht nur die Rückkehr zu ihren Wurzeln, sondern auch ein Zeichen für die lebendige Gemeinschaft, die sich hier formiert. Ein gutes Beispiel dafür ist Alberich, ein Zwerg aus der Nibelungensage und Mitbegründer des Zisterzienserordens, der in der Region eine neue Bedeutung erlangt hat.
Dominik Fritsche, geboren 1992 in Lauchhammer und aufgewachsen in Senftenberg, ist einer der treibenden Kräfte hinter diesem Aufschwung. Seine Kindheit in einer katholischen Familie und die musikalische Ausbildung, die er in der Musikschule genoss, prägten ihn. Nach seinem Abitur im Jahr 2011 wagte er sich in die Welt der sozialen Dienste und arbeitete ein Jahr lang in einer evangelischen Gemeinde in Charkiw, Ukraine. Hier kam er mit Menschen mit Beeinträchtigungen in Kontakt, was seine Perspektive erweitern sollte – eine wirklich prägende Zeit!
Ein neuer Weg
Fritsche wollte ursprünglich als Krankenpfleger durchstarten, wurde jedoch in der Probezeit entlassen – er hatte einfach zu viel Zeit mit den Patienten verbracht. Das ist ja mal was! Stattdessen ermutigten ihn Priester des Erzbistums Berlin, verschiedene Ordensgemeinschaften zu erkunden. So fand er den Weg zur Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz in der Nähe von Wien und entschied sich für das Ordensleben.
2018 gründete er dann mit fünf weiteren Mitbrüdern ein abhängiges Priorat in Neuzelle. Hier ist er verantwortlich für die Gästebetreuung, Führungen durch die Stiftskirche und den Aufbau der klostereigenen Bibliothek. Ein spannender Job, der sicher viele interessante Begegnungen mit sich bringt! Nebenbei engagiert sich Fritsche auch in einer sozialen Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Sozusagen ein doppelter Einsatz für die Gemeinschaft.
Tradition und Moderne vereint
Das Kloster Neuzelle, gegründet im Jahr 1268, hat vieles durchgemacht – Hussitenüberfälle, die Reformation und sogar eine Zwangsaufhebung im Jahr 1817. Doch das erdige Fundament der Zisterzienser bleibt stark. Heute sind die Mönche Teil eines ökumenischen Dialogs und arbeiten eng mit der evangelischen Gemeinde zusammen. Ein Zeichen der Hoffnung in einer Zeit, in der viele an den Wurzeln der Tradition rütteln.
Im Jahr 2023 wagten die Mönche einen weiteren Schritt: Sie erwarben einen renovierungsbedürftigen Bauernhof in Treppeln, um den „Bernhardshof“ zu errichten. Ein Ort, der Gemeinschaftsräume, Zimmer für 14 Mönche, Gästezimmer und sogar eine Kapelle umfassen wird. Man kann sich vorstellen, wie viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt wird! Und das ist noch nicht alles – sie planen auch den Bau eines neuen Klosters namens „Maria Friedenshort“ auf einem ehemaligen Stasi-Gelände. Das hat doch was von einer Wiederbelebung, oder?
Ein Blick in die Zukunft
Die Gemeinschaft in Neuzelle wächst, immer mehr Menschen interessieren sich für das Ordensleben. Fritsche hebt die Rolle digitaler Kommunikation und sozialer Medien hervor, um geistliche Angebote zu verbreiten und mit den Menschen in Kontakt zu treten. Ein kluger Schachzug, um die Tradition mit der modernen Welt zu verbinden. Die Zisterzienser in Neuzelle sehen ihre Zukunft in Gottes Hand – und das ist ein Gefühl der Dankbarkeit, das durch die Gemeinschaft strömt.
In einer Zeit, in der viele nach Sinn und Gemeinschaft suchen, scheinen die Mönche von Neuzelle einen Weg gefunden zu haben, Tradition und Moderne miteinander zu verbinden. Man kann nur hoffen, dass diese Entwicklung weiterhin fruchtbar bleibt und das Kloster Neuzelle ein Ort der Inspiration für viele wird.