In der malerischen Stadt Storkow (Mark) findet am 1. Juli 2026, von 18:00 bis 20:00 Uhr, ein spannender Workshop mit der Kräuterexpertin Regina Jubitz statt. Unter dem Titel „Natürlich bewahren – Fermentieren, Trocknen, Haltbar machen“ wird den Teilnehmern gezeigt, wie sie ihre Vorräte durch verschiedene Verfahren der Haltbarmachung aufbereiten können. Die Veranstaltung findet in der historischen Burg Storkow, Schloßstr. 6, statt und wird vom Besucherinformationszentrum des Naturpark Dahme-Heideseen organisiert. Tickets sind für 10 € plus 5 € für Materialien erhältlich und können entweder in der Gäste-Info auf der Burg oder online über Eventfrog erworben werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, weshalb eine frühzeitige Anmeldung ratsam ist.

Fermentation erlebt derzeit eine Renaissance als lebendiger Prozess in der Küche. Die Vorteile sind vielfältig: Einzigartige Aromen entstehen, und es sind keine Konservierungs- und Zusatzstoffe nötig. Zudem ist der Stromverbrauch bei der Herstellung und Aufbewahrung der fermentierten Lebensmittel gleich null. Für den Workshop wird Regina Jubitz zeigen, welche Zutaten sich besonders gut für die Fermentation eignen, darunter Wildpflanzen, Früchte wie Marillen, Nussfrüchte, Wurzeln und Pilze. Mikroorganismen, die für die Fermentation verantwortlich sind, sind bereits auf den Pflanzen vorhanden, was den Prozess ganz besonders macht.

Voraussetzungen und Materialien für die Fermentation

Um erfolgreich zu fermentieren, sind einige Materialien notwendig: Salz, Wasser, geeignetes Glas und vor allem Geduld. Sorgfalt ist beim Fermentieren von größter Wichtigkeit. Das Gärgut sollte vollständig mit Lake bedeckt sein, da alles, was an die Oberfläche steigt, schimmeln kann. Glasgewichte können dabei helfen, das Ferment unter Wasser zu halten. Fermentierte Lebensmittel sind nicht nur schmackhaft, sondern auch probiotisch und stärken das Immunsystem.

Die Zubereitung selbst beginnt mit dem gründlichen Waschen und Entfernen von Schädlingen. Das Gemüse wird zerkleinert – sei es in feine Streifen, als Raspel oder in Scheiben. Anschließend wird es mit Salz vermengt und gut durchgeknetet, bis Flüssigkeit austritt. Gewürze können nach Belieben hinzugefügt werden. Wichtig ist, dass das Gemüse und die Flüssigkeit in einem Glas so angeordnet sind, dass die Gemüsestücke vollständig mit Salzlake bedeckt sind. Bei großen Stücken, wie Broccoli oder Blumenkohl, kann es notwendig sein, mit Salzwasser aufzufüllen.

Die Kunst des Wartens

Nach dem Befüllen der Gläser wird ein Beschwerer auf das Gärgut gelegt, um ein anaerobes Milieu zu schaffen. Der Fermentationsprozess dauert je nach Lebensmittel zwischen ein und sechs Wochen. In dieser Zeit ist es wichtig, das Gärgut bei einer Temperatur von etwa 20 Grad Celsius zu halten. Nach der ersten Woche kann die Temperatur auf etwa 15 Grad Celsius gesenkt werden. Um den Gärvorgang zu unterbrechen, empfiehlt es sich, die fermentierten Lebensmittel in den Kühlschrank zu stellen, wo sie luftdicht verschlossen, dunkel und kühl mehrere Jahre haltbar sind.

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Wer Interesse an dem Workshop hat, kann sich direkt über die Webseite der Stadt Storkow anmelden. Bei weiteren Fragen stehen die Mitarbeiter unter der Telefonnummer (033678) 73108 oder per E-Mail an tourismus(at)storkow.de zur Verfügung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Workshop nicht nur eine tolle Gelegenheit ist, die Kunst des Haltbarmachens zu erlernen, sondern auch ein Schritt in Richtung nachhaltiger und gesunder Ernährung darstellt. Fermentieren ist eine uralte Methode, die nicht nur Lebensmittel schmackhaft macht, sondern auch hilft, die wertvollen Nährstoffe zu bewahren.